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Heinrich Sasse: Verkehrsprobleme im Altstadtquartier nicht länger "aussitzen"

WGS will "Kölner Teller", Verwaltung plant Aufpflasterung in Bäckerstraße

Rinteln (wm). Die WGS-Fraktion im Rat möchte den "Kölner Teller" wiederaufleben lassen, den Gert Armin Neuhäuser bereits vor fünf Jahren im Ortsrat vorgestellt hatte. Die fünf Kilo schwere rostfreie Metallscheibe - in versetzten Reihen verlegt - soll in Bäckerstraße, Brennerstraße und Schulstraße zu schnelle Autofahrer bremsen,schlägt WGS-Fraktionsvorsitzender Heinrich Sasse in einem Schreiben an Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz vor. Wie Erster Stadtrat Jörg Schröder gestern informierte, plant die Stadt in der Bäckerstraße zwei, vor der Burghofklinik eine Aufpflasterung.

"Aussitzen", so Sasse, könne man angesichts der Verkehrssituation in diesem Altstadtquartier das Problem nicht mehr: In Bäckerstraße und Schulstraße mit Nikolaikindergarten, Seniorenwohnanlage und Schule werde die vorgeschriebene Geschwindigkeit fast nie eingehalten. Die hohe Verkehrsbelastung durch den Durchgangsverkehr habe inzwischen weitreichende Folgen für die Infrastruktur der Innenstadt, wie Leerstände und Verkaufsofferten in der Bäckerstraße zeigten. Diese Straße sei nun einmal im Rahmen der Altstadtsanierung nach historischem Vorbild ausgebaut worden und nicht als Durchgangsstraße. In allen betroffenen Straßen, so Sasse, klagten Bürger zu Recht über einen Verlust an "Wohnqualität". Sasse betont in seinem Schreiben, eine Öffnung der Durchfahrt am Alten Museum könne nicht die Lösung sein, da das zwar zu einer Entlastung der Schulstraße, dafür zu mehr Durchgangsverkehr in der Brenner- und Bäckerstraße führen würde. "Mindestziel" müsse daher sein, die bestehenden Tempobeschränkungen durch bauliche Maßnahmen durchzusetzen. Geeignet dafür sei der so genannte "Kölner Teller", weil anders als bei Aufpflasterungen nur ein minimales Abrollgeräusch entstehe. Einen Kölner Teller hatte Gert Armin Neuhäuser im August 2001 als Anschauungsobjekt mit in eine Ortsratssitzung mitgebracht. Der Teller könnte geklebt, mithin auch problemlos wieder entfernt werden. Wie Erster Stadtrat Jörg Schröder gestern erläuterte, sollen in der Bäckerstraße zwei und vor der Burghofklinik eine Aufpflasterung angebracht werden. Darüber sei auch bereits ein Gespräch mit der Bürgerinitiative geführt worden. Jetzt will die Verwaltung noch mit den unmittelbaren Anwohnern der geplanten Aufpflasterungen sprechen. Schröder geht davon aus, dass der "Effekt" bei Aufpflasterungen besser sei als bei Kölner Tellern: "Denn holprig ist es in der Bäckerstraße durch das Pflaster ohnehin schon."

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