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Friedrich Mevert vollendet sein 70. Lebensjahr / Hohe Auszeichnungen

Werdegang: Vom LZ-Redakteur zum Organisator des Sports

Bückeburg (sig). Sein 70. Lebensjahr vollendet hat ein Mann, dessen Lebenslauf in Bückeburg begann und der im Sport später eine Reihe herausragender Ämter innehatte. Dazu gehörten die Funktionen des Bundesgeschäftsführers der Deutschen Sportjugend, des Geschäftsführers und stellvertretenden Generalsekretärs des DSB in Frankfurt am Main und des Geschäftsführers des Landessportbundes Niedersachsen. Die Rede ist von Friedrich Mevert, der schon als Fünfzehnjähriger die erste Vorstandsaufgabe beim VfL Bückeburg übernahm.

Fr. Mevert

Kurze Zeit später wurde er Vereinsjugendwart und Hauptsportwart bei den "Grün-Weißen". Als Tischtennis-Abteilungsleiter legte er die Basis für eine Blütephase dieser Sportart in Bückeburg und darüber hinaus. Der damalige Tischtenniskreisverband Schaumburg-Lippe wählte ihn zum Jugendwart, zum Lehrwart und schließlich zum Kreisvorsitzenden. Friedrich Mevert führte in Bückeburg den Basketballsport ein, wurde auch dort Kreisfachwart und stellvertretender Bezirksvorsitzender. Nach dem Abitur am Gymnasium Adolfinum studierte er in Köln und Göttingen Sport und Anglistik, heiratete in Bückeburg Monika Reuter, mit der er zwei Töchter und einen Sohn bekam. Acht Enkel folgten. Einige Zeitlang arbeitete Mevert als Redakteur an der Schaumburg-Lippischen Landes-Zeitung, bevor er 1962 die Geschäftsführung der Deutschen Sportjugend in Frankfurt am Main übernahm. 1971 organisierte er die erste Europäische Sportjugendkonferenz in München und wirkte bis 1978 als ehrenamtlicher Generalsekretär dieser Gemeinschaft. Unter seiner Leitung wurden insgesamt acht Olympia-Jugendlager bei den Sommer- und Winterspielen zwischen 1964 und 1976 ausgerichtet. Friedrich Mevert initiierte den Sportjugendaustausch mit Japan und Israel sowie mit Frankreich und schaffte die Basis für die Sozialarbeit im deutschen Sport. Nach seinem Wechsel an die Verwaltungsspitze des Landessportbundes in Hannover trug er entscheidend zum Aufbau neuer Strukturen im niedersächsischen Sport bei und entwickelte zahlreiche Sonderprogramme. Er ist Mitgründer des Niedersächsischen Instituts für Sportgeschichte in Hoya, ein bundesweites Modellprojekt, sowie des Deutschen Sportmuseums in Köln. In den letzten Jahren vor seiner Pensionierung arbeitete Friedrich Mevert als Sportreferent im Niedersächsischen Innenministerium und organisierte dort unter anderem den Beitrag des Sportes bei der Weltausstellung. Er ist Träger höchster Auszeichnungen und seit Jahrzehnten der Chronist des deutschen Sportes. In seinen zahlreichen Büchern befasste er sich mit der Geschichte und Entwicklung des Sportes.

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