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Kinderschutzbund: Petra Rabbe-Hartinger löst Karin Dieckmann an der Spitze ab

"Wer nicht wegschauen will, findet bei uns einen Ansprechpartner!"

Rinteln (wm). Wachwechsel beim Kinderschutzbund: Nach fast zehn Jahren ist Karin Dieckmann, Vorsitzende und Mitbegründerin des Kinderschutzbundes in Rinteln, aus dem Vorstand ausgeschieden. Die Neukonstituierung des Vorstandes erwies sich aber nicht als Problem, da bereits im Vorfeld die Positionswechsel geklärt worden waren - was die Mitglieder bei der Generalversammlung am vergangenen Dienstagabend im Haus des Kinderschutzbundes unter Wahlleitung von Ute Gersema mit einstimmigen Voten für die Kandidaten honorierten.

Engagiert für den Kinderschutzbund: Rita Kniewske (v.l.), Dirk A

Petra Rabbe-Hartinger, bisher zweite Vorsitzende,übernimmt den Vorsitz des Vereins. Dirk Ackmann, bisher Schriftführer, rückt als zweiter Vorsitzender nach. Weiter im Amt: Uwe Depping, der die Kasse verwaltet, und Simone Niebuhr als Schriftführerin. Karin Dieckmann erläuterte in ihrer Abschiedsrede, die Entscheidung sei ihr nicht leicht gefallen, aber ihr Leben habe sich im letzten Jahr privat stark verändert: "Der Kauf eines Unternehmens durch unsere Familie, mein persönlicher Wiedereinstieg in den Beruf im letzten Sommer, der Verkauf unserer Zuckerrübensparte haben unserer Familie schwere Entscheidungen abverlangt. Es ist mir deutlich geworden, dass ich die Verantwortung hier im Verein jetzt abgeben muss, wenn ich noch ein offenes Ohr und etwas innere Ruhe für meine vier Kinder haben möchte." Dank sagte Karin Dieckmann all ihrer Mitstreitern, ohne die ein solcher Verein nicht auf die Beine zu stellen gewesen wäre. Mit 22 Mitgliedern habe der Kinderschutzbund angefangen, inzwischen seien es 90. Dieckmann: "Durch unsere Arbeit ist Kinderschutz in Rinteln greifbar geworden. Wer nicht wegschauen will, findet bei uns einen Ansprechpartner." Petra Rabbe-Hartinger hatte zu Beginn der Sitzung zunächst eine Bilanz des vergangenen Jahres gezogen: Für die Spiel- und Lernstube mit derzeit 18 Kindern (davon zwölf von der Pestalozzischule) gebe es bereits zwölf neue Anmeldungen. Die Flohkiste laufe hervorragend, die Kleiderkiste, inzwischen an zwei Tagen geöffnet, habe sich mit über 100 Besuchern zu einer Kontaktstelle für Familien entwickelt. In Zusammenarbeit mit der Arbeiterwohlfahrt und dem Emma-Zentrum wolle man vor allem Familien mit Kleinkindern bald noch gezielter helfen und Babypakete schnüren. Ein Schwerpunkt werde in der nächsten Zeit auch der Beratungsbereich - eine Mitarbeiterin sei dafür bereits ausgebildet worden. Petra Rabbe-Hartinger dankte besonders Spendern und Sponsoren, ohne die der Verein seine vielfältigen Aufgaben nicht wahrnehmen könne. Dass der Kinderschutzbund nach wie vorüberwiegend in Frauenhand ist, wurde übrigens auch an der liebevollen Dekoration der Tische deutlich. Mit Knabbergebäck, Kerzen und Extaler Wellnessdrinks empfing der Versammlungsraum die Gäste mit geradezu einladender Atmosphäre.

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