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Lindhorster Nabu bekommt Hilfe bei der Pflege der Lüdersfelder Streuobstwiese von einer Gruppe Schafe

Wer mäht denn da?

Lüdersfeld. Tierische Hilfe hat die Ortsgruppe Lindhorst des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) bei der Pflege seiner Streuobstwiesen in Lüdersfeld bekommen. Eine Gruppe Schwarzkopf-Mix-Schafe sorge auf den wertvollen Brachflächen, Wiesen- und Streuobstwiesen für die Landschaftspflege, wie die Nabu-Regionalgeschäftsstelle Weserbergland mitteilt. Die vierbeinigen Helfer weiden vornehmlich auf der Streuobstwiese am Ziegenbach und hielten so den Bewuchs in Schach, der sonst mühselig per Hand gemäht werden müsste, teilt der Nabu mit.

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Der Besitzer der Schafe, Ibrahim Algin aus Freden an der Leine, sei vor zwei Monaten mit dem Angebot an den Nabu herangetreten, seine Tiere zur Beweidung von Grünflächen zur Verfügung zu stellen. Britta Raabe von der Regionalgeschäftsstelle habe daraufhin den Kontakt zum Vorsitzenden der Lindhorster Gruppe, Dieter Wagner, hergestellt.

„Die Tiere sind in vielerlei Hinsicht extrem wertvoll“, zitiert Raabe den Lindhorster Vorsitzenden. Die Schafe verbeißen nur die oberen Teile des Bewuchses, so werde nicht gleich die ganze Pflanze ausgerissen, und daher könne sie sich gut verzweigen und stark nachwachsen. „Außerdem haben sie Allradantrieb“, habe Wagner die Vorteile genannt, „sie sind im schwierigen Gelände besser zu Fuß als wir Menschen – und sie verdichten mit ihren kleinen Hufen den Boden nicht so sehr, wie das Mähmaschinen tun würden.“ Das wiederum sei gut für die Bodenlebewesen, und die gleichzeitige Düngung sorgt für neues Wachstum der Pflanzen. Diesen Kreislauf hätten Streuobstwieseneigentümer bereits früher zu schätzen gewusst. Zumal Fallobst auch gleich mit gefressen werde. Dadurch könnten sich Pilzsporen wie beispielsweise die Monilia nicht weiter ausbreiten.

Eine klassische Nieder- und Obernutzung der Wiese also: Oben könne der Mensch die Früchte ernten, unten können die Weidetiere fressen. Später werden laut Nabu die Schafe selbst zur Nahrungsquelle des Menschen. Das sei nicht nur nachhaltig, sondern auch sinnvoll. r

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