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La Flèche sieht kaum Chancen dafür / Aber es gibt neue Versuche im Jugendbereich

Wer kann Schüleraustausch wieder anschieben?

Obernkirchen (sig). In einer gemeinsamen Sitzung der Partnerschaftsausschüsse im Restaurant "Am Sonnenbrink" stand die Frage im Vordergrund: Muss man den Schüleraustausch abschreiben, oder hat er vielleicht doch noch eine kleine Chance? Die Beratungen machten jedoch nicht viel Hoffnung, dass sich auf diesem Feld künftig etwas bewegen lässt. Etwas besser sind die Perspektiven beim Bemühen, wieder Jugendbegegnungen aufleben zu lassen.

Dolmetscher Jaques Issel (M.) hat viel zu tun, um die Standpunkt

Sowohl Bürgermeister Guy Michel als auch die Komitee-Vorsitzende Monique Massé machten deutlich, dass die Stadt keine Chance sieht, die Schüler in den Austausch zu integrieren, wenn dort keine Lehrkraft mitzieht. Es werde immer schwieriger, pädagogisch geschulte Begleitpersonen für eine solche Maßnahme zu finden. Dazu komme der Wunsch der Schüler oder Schülerinnen, während der für den Austausch vorgesehenen zwei Wochen möglichst zu zweit untergebracht zu werden. Nicht von der Hand zu weisen sind natürlich auch die sprachlichen Probleme. Englisch ist die erste Fremdsprache, und in Deutschland wird vermehrt mehr Spanisch als Französisch als zweite Fremdsprache gewählt. Das ist im Nachbarland kaum anders. Monique Massé regte an, es vielleicht auf einer anderen Schiene zu versuchen. Möglicherweise hätten, so die Komitee-Chefin, themenbezogene Austauschmaßnahmen bessere Chancen. Die könnten zum Beispiel auch mit Umweltprojekten verbunden werden, die beide Seiten in Angriff nehmen. Bürgermeister Horst Sassenberg schlug vor, dann auf Englisch zu kommunizieren. Man wolle noch mal bis September warten, ob sich auf diesem Feld etwas bewegen lässt, fasste der Obernkirchener Ausschussvorsitzende Adolf Bartels zusammen. Er leitete damit zum Thema "Jugendaustausch" über und erteilte dazu der Geschäftsführerin des Jugendringes, Gabriele Franz, das Wort. Sie hat seit 1994 viel Zeit und Kraft in das Vorhaben investiert, den gegenseitigen Besuch von Jugendgruppen am Leben zu erhalten. Der Jugendring hatte eigens dazu zwei so genannte Jugendbotschafterinnen ausgebildet. In La Flèche gab es solche speziellen Ansprechpartnerinnen nicht. Monique Massé machte den Gastgebern jedoch neue Hoffnung. Man habe die Jugendarbeit reorganisiert, erklärte sie. Es gebe bei der Stadt eine Mitarbeiterin, die sich speziell dieser Aufgabe widme. Sie heißt Christine Arches und wird von weiteren vier Animateuren bei der Jugendbetreuung unterstützt. Gabriele Franz erhielt jetzt eine neue E-Mail-Adresse,über die sie den gewünschten Kontakt aufnehmen kann. "Ich hätte gern noch in diesem Jahr etwas auf den Weg gebracht, da ich nicht mehr so lange beim Jugendring die Aufgaben einer Geschäftsführerin wahrnehmen werde", kündigte sie ihre Planungen an. Sie bezeichnete es in der Vergangenheit als mitentscheidendes Problem, dass es in der französischen Partnerstadt eine solche Einrichtung wie den Jugendring nicht gibt. Eine zentrale Unterbringung, wie zum Beispiel im JBF-Zentrum auf dem Bückeberg, sieht Gabriele Franz als einen sinnvollen Weg an. Dort könne es dann auch zu den gewünschten Begegnungen mit heimischen Jugendgruppen kommen.

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