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Wenn Raucher zum Streitfall werden

Baierbrunn. Wer das Rauchen aufgeben will und dabei mit einem Nikotinersatz-Präparat die Entzugssymptome lindern möchte, muss diese selbst bezahlen. Und wenn er Beratung beim Arzt sucht, kann es sein, dass dieser kurz angebunden ist. Raucherberatung nämlich kann der Doktor nicht angemessen abrechnen. „Grundsätzlich sollten sich die Kassen in weitaus höherem Maß als bisher an den Kosten für Tabakentwöhnungskurse, aber auch für Nikotinersatzpräparate beteiligen“, verlangt Professor Stephan Mühlig, Psychologe, Suchtforscher und Leiter der Raucherambulanz an der Technischen Universität Chemnitz, in der „Apotheken Umschau“. Er schränkt aber ein, dass Nikotin-Kaugummis oder -Pflaster nur für 30 bis 50 Prozent der Raucher empfehlenswert seien, nämlich für jene, die körperliche Entzugserscheinungen haben. Nikotinersatzpräparate und ärztliche Raucherberatung als Kassenleistung müssten durch den Gesetzgeber veranlasst werden. Der aber sperrt sich, weil er eine Kostenlawine befürchtet.

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