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Ex-Landgerichtspräsident genießt Pension und "halb-offizielle" Termine

"Weniger Geld, mehr Zeit": Von Oertzen im Ruhestand

Bückeburg/Barsinghausen. "Ausgezeichnet" ist das Adjektiv, dass man am meisten von Friedrich von Oertzen hört, wenn man ihn nach seinem jetzigen Leben fragt. Seitdem der ehemalige Präsident des Landgerichts Bückeburg am 1. August in Ruhestand gegangen ist, ist er "dem Staat ein gesunder Pensionär", wie von Oertzen formuliert.

F. von Oertzen

Jetzt betätigt er sich vor allem karitativ, engagiert sich für den Johanniter-Orden und den Rotary Club Bad Nenndorf. Gebürtig aus Mecklenburg-Vorpommern, hat er sich noch ein besonderes Projekt gesucht: Er hat sein Geburtshaus zurückgekauft und will es wieder herrichten - ein Projekt, in das er seine drei Söhne mit eingebunden hat. "Ansonsten habe ich mehr Zeit, aber weniger Geld, wie meine Frau sagt", lacht von Oertzen. Doch er genieße es, dass sein Tag "nicht mehr in ein strenges Korsett geknüpft" sei, verreise auch ab und zu. Ganz jedoch möchte er seine Tätigkeiten im justiziellen Bereich nicht sein lassen: "Momentan bin ich noch wie ein alter Kommandant, der seine Einheit verlassen hat und sie ein Jahr lang nicht mehr besucht, um seinem Nachfolger mehr Raum zu lassen", sagt er. Auf ihn übertragen heißt das: Er stehe in Kontakt mit seiner Nachfolgerin Eike Höcker - sie telefonieren hin und wieder -, er wolle sich aber nicht weiter in ihre Arbeit einmischen. Bis auf einen Termin, der noch aussteht: "Wir hatten bis jetzt noch keine offizielle Amtsübergabe. Die wird, glaube ich, Ende Januar stattfinden." Ansonsten verfolge er momentan keine offiziellen Termine - der letzte, "halb-offizielle", wie er ihn nennt, sei der Bockbieranstich in Stadthagen im Oktober gewesen. "Im nächsten Jahr werde ich aber wieder mehr Aktivitäten verfolgen", verspricht von Oertzen.

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