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Arbeitsvermittler lassen sich vom Personalleiter in Bad Pyrmont Arbeitsplätze und Anforderungen erläutern

Wenige Blindbewerbungen passen zu Phoenix

Bad Pyrmont (uk/jo). Jeden Tag flattern Jürgen Teske Blindbewerbungen auf den Schreibtisch, doch die wenigsten passen zu den Anforderungen, auf die der Personalleiter der Firma Phoenix Contact in Bad Pyrmont zu achten hat. „Die Qualität dieser Bewerber entspricht nicht immer unseren Erwartungen“, drückt es der Manager diplomatisch aus.

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Bad Pyrmont (uk/jo). Jeden Tag flattern Jürgen Teske Blindbewerbungen auf den Schreibtisch, doch die wenigsten passen zu den Anforderungen, auf die der Personalleiter der Firma Phoenix Contact in Bad Pyrmont zu achten hat. „Die Qualität dieser Bewerber entspricht nicht immer unseren Erwartungen“, drückt es der Manager diplomatisch aus. Doch auch die Vermittlungen der Arbeitsagentur sind offenbar nicht immer passgenau, möglicherweise, weil – so Teske – die Mitarbeiter der Dienstleistungsbehörde bislang keine genaue Vorstellung davon hatten, wie und was bei dem Unternehmen an der Thaler Landstraße produziert wird.

Auf Wunsch der neuen Leiterin der Pyrmonter Geschäftsstelle der Arbeitsagentur, Regina Hölscher, führte Teske jetzt eine Gruppe von Arbeitsvermittlern der Agentur und des Jobcenters durch einige Produktionsbereiche, erläuterte Produkte, Arbeitsplätze und Anforderungen. In erster Linie ging es dem Unternehmen bei der Besichtigung um ungelernte Mitarbeiter, die für ihre neue Tätigkeit angelernt werden.

In der Produktion der elektrischen Verbindungs- und elektronischen Interfacetechnik sowie der industriellen Automatisierungstechnik des Unternehmens legt die Firma Wert auf technisches Verständnis ihrer Mitarbeiter, auf die Bereitschaft zur Schichtarbeit, auf Leistungsfähig- und Fingerfertigkeit und nicht zuletzt auf Begeisterungsfähigkeit für die Produkte. „Wie erwarten, dass sie mithandeln und mitdenken und in der Lage sind, moderne Maschinen zu bedienen“, so Teske, der versicherte, dass dagegen das Alter der Bewerber keine Rolle spiele. „Wir haben mit älteren Mitarbeitern gute Erfahrungen gemacht.“

Vom Besuch der Arbeitsvermittler erwartete der Personalleiter, der von einer Auftaktveranstaltung sprach, einen zielgerichteten Informationsaustausch, von dem auch das Unternehmen profitieren wolle. „Je mehr Bewerber unserem Anforderungsprofil entsprechen, um so einfacher ist unsere Vorauswahl und um so geringer unser Aufwand.“ Geschäftsstellenleiterin Regina Hölscher ist das bewusst. Phoenix Contact ist ein attraktiver Arbeitgeber, wie die Mitarbeiter der Agentur für Arbeit und des Jobcenters längst wissen. Warum das so ist, konnte sie nun aus erster Hand erfahren, denn sie hielt sich mit dem Lob für das Unternehmen nicht zurück. Die Arbeitsbedingungen im Vergleich mit vielen anderen Industriezweigen seinen sehr gut, sowohl was das Klima als auch was die Sauberkeit und die Belastung angehe. „Das sind sehr angenehme Arbeitsplätze“, schilderte sie ihren Eindruck.

Gut 1050 Beschäftigte arbeiten zurzeit in Bad Pyrmont. Nach den Turbulenzen auf den weltweiten Finanz- und Wirtschaftsmärkten, die Phoenix Contact mit Kurzarbeit ohne Entlassungen überstanden hat, gibt es wieder vorsichtige Zuversicht. „Wir haben einen sehr guten Auftragseingang und Bedarf an Mitarbeitern“, machte Teske potenziellen Bewerbern Hoffnung. Allerdings seien die Einstellungen in der Regel zeitlich befristet.

Unter anderem Fingerfertigkeit, Begeisterung für die Produkte und die Fähigkeit, moderne Maschinen zu bedienen, verlangt Phoenix Contact von seinen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen.

Foto: Firma

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