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"Wir für Schaumburg" kündigt Protest gegen Schulbusgebühren an

"Weißer Fleck" nur noch in Rinteln

Landkreis. Die kürzlich in Stadthagen abgehaltene Mitgliederversammlung von "Wir für Schaumburg" stand ganz im Zeichen der im September stattfindenden Kommunalwahlen.

Vorsitzender Richard Wilmers konnte den Mitgliedernüber die Gründung der Wählerinitiativen "Wir für Bückeburg" und "Wir für Stadthagen" berichten. Diese Neugründungen zeigten, so Wilmers, dass es in der Bevölkerung ein lebhaftes Interesse an der politischen Mitgestaltung in Kreis und Gemeinden gebe, das von den etablierten Parteien mit ihrer bisherigen Politik nicht abgedeckt werden konnte. Bernd Kirsch, Bürgermeisterkandidat von "Wir für Obernkirchen", stellte in kurzen Zügen Schwerpunkte seines Wahlprogramms vor. Er erwähnte er vor allem die für Obernkirchener Schüler notwendige Verbesserung der Chancengleichheit zur Erreichung höherwertiger Schulabschlüsse. Außer der stärkeren Verzahnung von Kindergarten und Grundschule zur Behebung von Sprachdefiziten seien auch Überlegungen zur Gründung einer KGS oder einer IGS-Außenstelle anzustellen. Für Stadthagen rückte Wilmers die Realisierung schulischer Ganztagsangebote für Hort, Kindergarten und Grundschulen in den Mittelpunkt. Außerdem sei insbesondere die Ausbildungssituation ausländischer Jugendlicher zu verbessern. Die Stärkung einer vitalen Innenstadt für Handel und Dienstleistung sei ebenfalls Ziel von WIR für Stadthagen. Als Schwerpunktthemen für den Landkreis Schaumburg nannte Wilmers die Unterstützung des "Fifty-Fifty-Taxis" für Jugendliche, die Ankündigung einer Initiative gegen die beabsichtigte Kostenpflicht der Eltern für den Schülertransport und die Unterstützung des Ausbaus der B 65 nach dem "2+1-Modell". "Allerdings", so Wilmers, "sind Lärmschutz, Sicherungsmaßnahmen und Einbeziehung der Anwohner bei Planung und Problemlösung notwendige Voraussetzungen." Für fünf der sechs Wahlbereiche des Landkreises Schaumburg konnte Wilmers bereits Kandidatenvorschläge für die Kreistagswahlen nennen. Nur der "weiße Fleck" in Rinteln müsse noch verschwinden.

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