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Weiße Kunst aus Lumpen und Wasser

Kalletal-Hohenhausen/Schieder. Weiß, dünn und gleichmäßig muss hochwertiges, handgeschöpftes Büttenpapier aussehen. Aus Lumpen und Wasser wurde es in einem aufwendigen und arbeitsintensiven Verfahren schon vor fast 300 Jahren in den damals sieben lippischen Papiermühlen hergestellt. Eindrucksvolle Einblicke in die "weiße" Kunst des Papiermachens um 1900 gewannen die Radwanderer vom Heimat- und Verkehrsverein Hohenhausen auf ihrer Juli-Tour in der restaurierten Plögerschen Papiermühle in Schieder.

Von Mitgliedern des Heimatvereins Schieder, der sich als Förderverein der Erhaltung der Mühle widmet, wurden dort die einzelnen Herstellungsschritte von der Zerfaserung der Hadern (Lumpen) über das Schöpfen, Gautschen, Pressen bis zum Trocknen der Papierbogen anschaulich erläutert und der Betrieb der fast komplett erhaltenen technischen Anlagen vorgeführt. "Noch bis 1989 wurden hier unter nahezu unveränderten Verhältnissen Aktendeckel für das Niedersächsische Staatsarchiv produziert", wussten Johannes Forthaus und Gerhard Hupe vom Heimatverein Schieder. Von der Papiermühle aus umradelten die Hohenhauser zunächst den Schiedersee und setzten ihre gut 30 Kilometer lange Tour dann auf der Wellness-Route um den Hahneberg und über Wöbbel fort.

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