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Heute ist "Weltwassertag": Ausstellung "Wasser und Kultur" in der Sparkasse eröffnet

"Wasser nicht als selbstverständlich ansehen"

Bückeburg (aj). Pünktlich zum heutigen "Weltwassertag" ist in der Hauptstelle der Sparkasse die Ausstellung "Wasser und Kultur" eröffnet worden. Erarbeitet worden ist die Ausstellung vom Abwasserverband Gehle-Holpe.

Über die Bedeutung von Wasser für Transport und Naherholung sowie Landwirtschaft und Industrie hinaus warb Landrat Heinz Gerhard Schöttelndreier dafür, Wasser nicht als selbstverständlich anzusehen. Ebenso erteilte er einer möglichen Privatisierung von Wasserbetrieben eine klare Absage. Privatisierung führe zur Monopolbildung, und die sei bei einem so lebenswichtigen Gut wie dem Wasser "geradezu kontraproduktiv". Ebenso hätten die kulturellen Eingriffe in den natürlichen Wasserkreislauf Grenzen aufgezeigt, die es zu beachten gelte. In diesem Zusammenhang wies er auch auf die Bedeutung von Renaturierungsmaßnahmen hin, um Fehler aus der Vergangenheit wieder auszugleichen. Denn, wie auch die Ausstellung zeigt: Nur 2,6 Prozent des Wassers auf der Erde ist Süßwasser, welches sich nicht nur elf Milliarden Menschen, sondern auch 14 000 Pflanzen- und 30 000 Tierarten teilen müssen. Besonders deutlich werde das im Norden der Republik, wo sich die Wasserverbände nicht nur mit Trinkwassergewinnung, Abwasserentsorgung und dem gleichmäßigen Abfluss des Oberflächenwassers befassen, sondern auch den Schutz vor Salzwassereinbrüchen in die Süßwassergebiete sicherstellenmüssen. Entsprechend ausführlich befasst sich die Ausstellung auch mit der richtigen Mischung von naturbelassenen oder renaturierten Gewässerflächen und intensiv genutzten Kulturlandschaften im Wasserkreislauf. Welcher Aufwand auch hierzulande betrieben werden muss, damit Abwässer nicht die Trinkwassergewinnung aus Grundwasser übermäßig belasten, zeigt der dritte Teil der Ausstellung. Denn alles, was in Schaumburg an Wasser versickert, kommt nach Schätzungen des Landratamts nach vier Jahren wieder als Grundwasser aus den städtischen Brunnen. Überlegungen, einen zweiten Brauchwasserkreislauf einzuführen, hält der stellvertretende Landrat Günter Feuerbach bislang eher im privaten Bereich für sinnvoll, da ein komplettes zweites Wasserleitungssystem benötigt würde.

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