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Steueränderungen 2012: Für manche wird’s einfacher, für andere teurer

Was das neue Jahr so bringt für Eltern, Vermieter, Pendler

Was die steuerlichen Neuregelungen für Familien, Arbeitnehmer und Vermieter anbelangt, bringt das neue Jahr eine Menge Änderungen. Die Gewinner des neuen Gesetzes sind nach Angaben des Neuen Verbandes der Lohnsteuerhilfevereine (NVL) die Eltern.

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Denn: Haben Eltern volljährige Kinder, müssen sie ab dem kommenden Jahr nicht mehr mühselig die Einnahmen und Ausgaben des Kindes auflisten, um Kindergeld zu erhalten. Für dieses Jahr gilt noch die Grenze von 8004 Euro für die Einkünfte und Bezüge, bei deren Überschreiten das Kindergeld für das gesamte Jahr – mit allen weiteren Folgen – entfällt. Eltern müssen jedoch unverändert die Grundvoraussetzungen für den Kindergeldbezug bei volljährigen Kindern nachweisen. Das sind in erster Linie Berufsausbildung, Übergangszeit oder Wartezeit auf einen Ausbildungsplatz, soziales Jahr, andere begünstigte Freiwilligendienste oder bis zum 21. Lebensjahr auch Arbeitslosigkeit.

Ohne regelmäßige Bewerbungen und Meldungen bei der Arbeitsagentur kann das Kindergeld weiterhin verloren gehen. Außerdem darf bei einer zweiten und weiteren Ausbildung kein Nebenjob mit regelmäßig mehr als 20 Wochenstunden vorliegen.

Eltern mit Kindern bis zum 14. Lebensjahr können sich über Vereinfachungen beim Abzug von Kinderbetreuungskosten freuen. Sie müssen ab 2012 nicht mehr aufschlüsseln, ob und für welche Monate sie beispielsweise berufstätig, in Ausbildung oder krank waren und welche Einkunftsarten sie hatten. Kinderbetreuungskosten sind zukünftig unabhängig hiervon absetzbar.

Keine Freude haben Arbeitnehmer mit beruflichen Aufwendungen am Gesetz. Haben sie Fortbildungs- oder andere Werbungskosten, erhalten sie mit der Steuererklärung 2012 zwischen 11 bis 34 Euro weniger Steuererstattung. Das ist der Betrag, den sie in der Dezemberlohnabrechnung 2011 mehr ausgezahlt bekommen. Weil sich für Arbeitnehmer mit höheren Werbungskosten per Saldo jedoch nichts ändert, wird bei ihnen die im Dezember angehobene Werbungskostenpauschale bei der Steuererklärung wieder abgezogen. Alle Arbeitnehmer, die nur Werbungskosten unterhalb des Arbeitnehmer-Pauschbetrags haben, profitieren hingegen von der Anhebung des Arbeitnehmer-Pauschbetrags auf 1000 Euro. Aber auch bei ihnen wird der Jahresbetrag, den sie mit der Dezemberabrechnung erhalten, je nach Steuersatz nur zwischen 11 und 34 Euro liegen. Im kommenden Jahr wird die Summe dann auf die einzelnen Monate aufgeteilt und dürfte kaum noch wahrgenommen werden.

Auch viele Pendler, die „Park + Ride“ nutzen, werden ab 2012 etwas mehr Steuern zahlen. Der Grund ist, dass sie zukünftig nicht mehr die Entfernungspauschale mit den tatsächlichen Kosten für die Fahrtickets kombinieren können.

Sinnvolle Vereinfachungen bietet das Gesetz jedoch Vermietern. Betrug die Miete weniger als 75 Prozent des ortsüblichen Durchschnitts, verlangte das Finanzamt zur Anerkennung von Verlusten eine Überschussprognose über 30 Jahre. Aufwand und Streit über die Berechnung entfallen zukünftig. Bei 66 Prozent der ortsüblichen Miete sind Verluste nicht wegen der geringeren Miete in Frage zu stellen. Bei noch niedrigerer Mietvereinbarung werden die Werbungskosten jedoch anteilig gekürzt.

Weitere Änderungen können auf der Homepage www.nvl.de des (NVL) nachgelesen werden. Außerdem ist anzuraten, sich mit den auf dieser Seite werbenden Experten in Verbindung zu setzen. Sie kennen sich mit den Steueränderungen bestens aus und geben wertvolle Tipps.

Jetzt geht das große Rechnen wieder los: Für 2012 gibt es einige steuerliche Änderungen zu beachten, bei denen Expertenrat vonnöten sein wird. Foto: bibo

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