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Warum so viele Baumriesen fallen müssen

Bad Eilsen. Sie standen wie für die Ewigkeit geschaffen – doch der Schein trog: Die Rede ist von gleich mehreren repräsentativen Linden und Buchen, die, als Baumdenkmäler an prominenten Stellen im Badeort wurzelnd, bereits den Kettensägen des Bauhofs zum Opfer gefallen sind oder noch fallen werden. Die maroden Riesen waren altersschwach und/oder krank, stellten eine ständige Gefahr für Fußgänger, Fahrrad- und Autofahrer da.
„Im oberen Bereich der Harrlallee, unterhalb der Einfahrt zur Julianenstraße, ist bereits Mitte Juli eine Linde umgefallen – und zwar bei nur leichtem Sturm“, berichtet Svenja Edler. Die Bad Eilser Gemeindedirektorin während der jüngsten Zusammenkunft des Rates im Haus des Gastes: „Diesen Fall haben wir zum Anlass genommen, gleich alle Bäume entlang der Harrlallee durch die Baumpflege Auetal auf ihre Standfestigkeit zu prüfen.“ Dabei sei heraus gekommen, dass ein weiterer Baum sofort gefällt werden musste; das Exemplar, das gleichfalls an der oberen Harrlallee, aber auf der Seite des Englischen Gartens wurzelte, war ebenfalls nicht mehr standsicher.
Doch es sollte noch schlimmer kommen: „Eine Sachverständige aus Hannover“, so Edler, „hat vor Ort festgestellt, dass entlang des gesamten Verlaufs der Harrlallee fünf weitere Bäume abgängig sind, diesmal allerdings im unteren Bereich“. Auch die mussten gefällt werden.

Baum

Bad Eilsen. Sie standen wie für die Ewigkeit geschaffen – doch der Schein trog: Die Rede ist von gleich mehreren repräsentativen Linden und Buchen, die, als Baumdenkmäler an prominenten Stellen im Badeort wurzelnd, bereits den Kettensägen des Bauhofs zum Opfer gefallen sind oder noch fallen werden. Die maroden Riesen waren altersschwach und/oder krank, stellten eine ständige Gefahr für Fußgänger, Fahrrad- und Autofahrer da.
„Im oberen Bereich der Harrlallee, unterhalb der Einfahrt zur Julianenstraße, ist bereits Mitte Juli eine Linde umgefallen – und zwar bei nur leichtem Sturm“, berichtet Svenja Edler. Die Bad Eilser Gemeindedirektorin während der jüngsten Zusammenkunft des Rates im Haus des Gastes: „Diesen Fall haben wir zum Anlass genommen, gleich alle Bäume entlang der Harrlallee durch die Baumpflege Auetal auf ihre Standfestigkeit zu prüfen.“ Dabei sei heraus gekommen, dass ein weiterer Baum sofort gefällt werden musste; das Exemplar, das gleichfalls an der oberen Harrlallee, aber auf der Seite des Englischen Gartens wurzelte, war ebenfalls nicht mehr standsicher.
Doch es sollte noch schlimmer kommen: „Eine Sachverständige aus Hannover“, so Edler, „hat vor Ort festgestellt, dass entlang des gesamten Verlaufs der Harrlallee fünf weitere Bäume abgängig sind, diesmal allerdings im unteren Bereich“. Auch die mussten gefällt werden.
In diesem Zuge musste die Gemeinde im Bereich der Julianen-Apotheke zwischen dem 10. und 20. Oktober zwei Bäume entfernen lassen. Die untere Naturschutzbehörde beim Landkreis Schaumburg hatte sie zuvor in Augenschein genommen, „denn in den Kronen nisteten Fledermäuse“, so Edler. Es gab also eine Art Interessenkollision. Im Abwägungsprozess zwischen den Belangen von Mensch und Natur zogen die Bäume samt Fledermäusen aber den Kürzeren, denn die Stämme drohten auf die Straße zu kippen. „Einer der beiden“, erinnert die Gemeindedirektorin, „war innen bereits so hohl, dass sich zwei Arbeiter hinein stellen konnten“. Eine „Kuriosität“, die sogar im Foto festgehalten wurde.
Ebenfalls bereits Bekanntschaft mit der Säge gemacht haben auf Anraten von Diplom-Ingenieurin Claudia Amelung, öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für Statik und Verkehrssicherheit von Bäumen, zwei „geschlitztblättrige Buchen“ im Kurpark, die ursprünglich zu einer markanten Dreiergruppe gehörten. Nur einer dieser Bäume steht noch. Er fällt schon von weitem auf, weil er einen weißen Anstrich trägt. „Dieser Anstrich“, so Edler, „hat eine Schutzfunktion“. Denn nachdem die linke und die rechte Buche entfernt wurden, war das in der Mitte verbliebene Exemplar verstärkt der Einwirkung der Sonne ausgesetzt. Die weiße Farbe soll den Baum davon verschonen, von den Strahlen verbrannt zu werden.

Mehr morgen in der LZ/SZ.

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