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Walnussbaum erobert das Ruhrgebiet

Bochum. Walnussbäume erleben im Ruhrgebiet einen Boom – durch die Klimaerwärmung. Das hat Ingo Hetzel vom Geographischen Institut der Ruhr-Universität Bochum herausgefunden. Bis 2002 war in Bochum nur ein einziger wilder Walnussbaum bekannt, heute seien es „unzählige“, erklärte der Geograf. In fast jedem Wald im Ruhrgebiet wachsen inzwischen Walnussbäume, keiner ist älter als acht Jahre. Anhand regionaler Klimadaten zeigt sich seit 1999 eine sprunghafte Erwärmung. Diese Wärme dürfte der Vermehrung der Walnuss, die keinen Frost mag, zugute gekommen sein. Für Eichhörnchen sind die Nüsse ein willkommenes Nahrungsmittel, das sie für den Winter verstecken, dann aber oft vergessen – die Saat für einen neuen Walnussbaum.

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