weather-image
17°
HSG Schaumburg Nord verliert das Endspiel um die Meisterschaft gegen den SV Aue Liebenau 24:32

Waldemar Buchmüller macht den Unterschied

Handball (hga). Es war eine ausnehmend sportliche Geste: Felix Lattwesen drückte Waldemar Buchmüller eine Flasche Sekt in die Hand und gratulierte dem Mann zum Sieg, der die Meisterträume des Landesligisten HSG Schaumburg Nord gründlich platzen ließ. Im Spitzentreffen der Liga unterlag die HSG dem Tabellenführer SV Aue Liebenau 24:32 (14:14), legte anschließend beijetzt drei Punkten Abstand alle Aufstiegspläne endgültig zu den Akten.

Aue-Torjäger Waldemar Buchmüller drehte in der Schlussphase rich

Vor 500 Zuschauern - mehr als 100 davon waren mit der HSG angereist - traf Lattwesen zum 7:2 (14.), die HSG spielte konzentriert. Im Verlauf der ersten Hälfte kamen die Gastgeber Tor um Tor heran, gleichwohl hatte die HSG Buchmüller weitgehend im Griff. Tomasz Czerwinski vergab beim 11:10 (25.) einen Siebenmeter, im Gegenzug fiel der Ausgleich, der beim 14:14 zur Pause Bestand hatte. Nach dem Wechsel verlief die Partie ausgeglichen, bis zum 22:22 (47.) war alles gut, die HSG Schaumburg Nord auf Kurs. Dann explodierte Buchmüller förmlich, traf viermal in Folge, die HSG lag 22:26 (53.) hinten und war geschockt. "Er hat sich positioniert zum Wurf, wir haben hinten gepennt und dann hat er sie uns rein geknallt", konstatierte HSG-Coach Claas Wittenberg. "Das war der Genickbrecher, zusammen mit unseren 19 technischen Fehlern im Angriff", befand Wittenberg. In der Folge drehte der Tabellenführer weiter auf, die HSG fand nicht zurück ins Spiel, wurde um das eine oder andere Tor zu hoch geschlagen. Wenig schön waren am Ende die Roten Karten für Jan Juretzka (57.) und Daniel Hilbig (60.) wegen grober Unsportlichkeit. "Und ich sage noch in der Auszeit, dass wir das vernünftig zu Ende bringen, und dann kommt so eine Geschichte", schimpfte Wittenberg. Letztendlich war die HSG mit dem Tabellenführer auf einer Augenhöhe, lediglich die individuelle Klasse des besten Angreifers der Liga machte den Unterschied. Damit dürfte die Meisterschaft für die HSG Schaumburg Nord nicht mehr erreichbar sein. Drei Spieltage vor Schluss beträgt der Rückstand der Wittenberg-Truppe auf den SV Aue Liebenau drei Punkte. Als Tabellenzweiter hat die HSG keine Chance auf eine Aufstiegsrelegation. Jetzt heißt es für den Tabellenzweiten die Vizemeisterschaft gegenüber der HSG Nienburg (ein Zähler Rückstand) abzusichern. HSG: Lattwesen 8, Czerwinski 6, Daseking 3, Hilbig 2, Juretzka 2, Günzel 1, Steege 1, Eick 1.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare