weather-image
12°

Wahlkampf: Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer in Münder

BAD MÜNDER. Schützenhilfe aus dem kleinsten Bundesland: Annegret Kramp-Karrenbauer hat am Mittwoch Bad Münder besucht. Eine Ministerpräsidentin, die erst im März ein starkes CDU-Ergebnis im Saarland geschafft hatte – und die sich Mühe gab, bei den Wahlkämpfern in Niedersachsen die letzten Reserven zu mobilisieren.

Kämpfen für einen Sieg der CDU: Petra Joumaah (von links), Annegret Kramp-Karrenbauer, Martin Brüggemann – im Hintergrund Hans-Ulrich Siegmund. Foto: Dittrich
dittrich

Autor

Benedikt Dittrich Redakteur zur Autorenseite

Gegenwind hatte die Saarländerin im Foyer des Martin-Schmidt-Saals nicht zu befürchten. Der Raum war gut gefüllt mit CDU-Mitgliedern aus der Umgebung, die kräftig applaudierten, der prominenten Politikerin zujubelten. In der ersten Reihe: Die Landtagskandidaten der Region, Petra Joumaah und Martin Brüggemann für die Wahlkreise 36 und 38, eingerahmt von Stadtverbandsvorsitzenden Hans-Ulrich Siegmund und Landtagsmitglied Otto Deppmeyer.

Kramp-Karrenbauer kämpfte sich noch einmal an den Eckpunkten des Wahlkampfprogramms der CDU ab. Egal ob kaputte Straßen, Funklöcher, Unterrichtsausfälle, mangelhafte Sicherheit – auf jedem Feld prangerte sie das vermeintlich unterdurchschnittliche Niveau in Niedersachsen an: „Das kann nicht der Standard, nicht der Ehrgeiz sein.“ Und: Es gebe eine Alternative zur aktuellen, rot-grünen Regierung.

„Jeder einzelne von Ihnen zählt“, rief die Saarländerin den rund 50 Anwesenden zu, „Sie müssen bis zur letzten Minute kämpfen!“ Sätze, denen Joumaah im Anschluss unumwunden zustimmte: „Wir dürfen auf den letzten Metern nicht aufgeben.“ Der Wahlkampf der vergangengen Tage bei Regen und Kälte sei kein Vergnügen gewesen. Umso herzlicher bedankte sich die Münderanerin für die Motivation – auch als Ortsbürgermeisterin. Eine Ministerpräsidentin in Bad Münder – das komme selten vor.

Was Kramp-Karrenbauer ausgelassen hatte, als sie sich am politischen Gegner abarbeitete, griff Siegmund noch einmal auf: Wenn die CDU die Wahl am Sonntag gewinnen würde, würde eine weitere Münderanerin gen Hannover ziehen: Barbara Otte-Kinast als Landwirtschaftsministerin unter CDU-Spitzenkandidat Bernd Althusmann. Schlusssätze, für die auch Siegmund Applaus und Jubel erntete.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare