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Volksbanktochter beginnt mit Erschließung, wenn es für die Hälfte der Grundstücke Interessenten gibt

Vowo gibt Baugebiet Flegessen Ost eine Chance

Bad Münder (st). Der Bauausschuss der Stadt hat in seiner jüngsten Sitzung der erneuten Auslegung des B-Planes für das Baugebiet Flegessen Ost zugestimmt. 38 Grundstücke in attraktiver Hanglage warten dort in naher Zukunft auf baufreudige Familien. Die Erschließung und Vermarktung von 28 Parzellen will möglicherweise die Volksbanktochter Vowo übernehmen.


Möglicherweise? Ja, so Mitarbeiter Heiko Hobein: „Wir beschäftigen uns damit.“ Der Grund für diese nur vage Aussage: „Wir werden erst den Markt checken.“ Heutzutage könne man nichts anpacken, was nicht auch Erfolg verspreche, so Hobein. Und deshalb würde man mit der Erschließung nur dann beginnen, wenn es für mindestens 50 Prozent der 28 Grundstücke Interessenten gebe.

Mit dem Kranzberg in Bakede und dem Baugebiet „Auf der Höhe“ in Hachmühlen – um nur zwei Beispiele zu nenen – gibt es in Bad Münder bereits einige Gebiete, in denen große Teile aufgrund mangelnder Interessenten brachliegen. Zudem besagt das Zukunfts-Entwicklungs-Programm (ZEP) der Stadt, dass es nicht sinnvoll ist, neue Baugebiete in den Ortsteilen zu erschließen.

Die Vowo selber hat das Baugebiet „Langer Zaun II“ in der Kernstadt zunächst einmal auf die lange Bank geschoben. Für das Projekt, das in Zusammenarbeit mit der Sparkasse Weserbergland realisiert werden sollte, ist die „Nachfrage sehr, sehr gering“, wie Hobein sagt. Trotzdem würde man Flegessen Ost eine Chance geben – wegen der „einzigartigen“ Lage. „Darauf muss man das ganze aufbauen“, sagt Hobein.

Karl-Heinz Knigge vom münderschen Bauamt sieht ebenfalls die Lage – ohne Durchgangsverkehr – als äußerst attraktiven Standortfaktor. Zudem könne durch die potenziellen neuen Familien der Grundschulstandort Flegessen gestärkt werden. Zukünftig wolle man sich von Seiten der Verwaltung auch an das ZEP halten, Flegessen Ost allerdings sei schon vor Jahren auf den Weg gebracht worden.

Uwe Heisig von der Sparkasse Weserbergland zollt der Vowo für ihr Vorhaben durchaus Respekt: „Da muss man sich auf einen sehr langen Vermarktungszeitraum einstellen.“ Zwar hätte er seit kurzer Zeit feststellen können, dass die Talsohle der Nachfrage durchschritten sei, es in der Kurstadt trotzdem einen Überhang an Baugebieten gebe. Daher sei das Projekt einerseits infrage zu stellen, aber: „Wenn wir nicht für neue Baugebiete in den Ortsteilen sorgen, kommen auch keine jungen Familien dahin.“

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