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Tür an Tür: EFAS stellen Konzept für neues Kooperationszentrum vor

"Vorzimmerdame" statt Automat

Landkreis (lmh). Unter das Motto "Kooperation und Netzwerke" hatten die Existenzgründenden Frauen aus Schaumburg (EFAS) ihren Frühjahrsempfang gestellt. Die Veranstaltung, erstmals im März, sei zugleich auch der Startschuss für die konkrete Planung eines Schaumburger Kooperationszentrums, erklärte Heike Lieberwirth, Sprecherin des entsprechenden Arbeitskreises.

Planung und Kontaktpflege in gelöster Atmosphäre: Landrat Heinz-

Was es mit einem solchen Zentrum auf sich hat, erläuterte Andrea Basse im Blauen Saal der Stadthäger Schlossremise. Basse war eigens aus Hannover angereist, um vom dortigen Unternehmerinnen-Zentrum zu berichten - einem der Vorbilder des Schaumburger Plans. "Wir haben zwei mal 14 Büroeinheiten. Jede Unternehmerin bezieht also ihr eigenes Büro, an das ein umfangreiches Servicepaket angeschlossen ist: Besprechungsräume, ein Konferenzraum, die ganzen Geräte wie Kopierer und Fax - eben alles, was man in der Selbstständigkeit braucht, was sich aber nicht so schnell amortisiert." Besonders wichtig sei auch die "echte Stimme" statt eines Anrufbeantworters. Die zentrale Telefonanlage ermögliche es, dass eine "Vorzimmerdame" sich mit dem jeweiligen Firmennamen meldet. "Das wirkt solide und seriös, vergrößert die Außenwirkung und das Vertrauen des Kunden." Durch die Tür-an-Tür-Situation geschehe Kooperation und Netzwerkbildung ganz nebenbei in der Kaffeeküche, schilderte Basse weiter. In Hannover sei das Konzept ein voller Erfolg: "Unser erstes Haus haben wir im September eröffnet, und im November waren wir voll vermietet." "Wie gut eine Idee ist, sieht man daran, wie oft sie kopiert wird", merkte Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier in seinem Grußwort an. Auch in Schaumburg gebe es Einrichtungen mit ähnlichen Ansätzen, mit denen dann wiederum kooperiert werden könne. "Sie sind ja alle Netzwerkerinnen - das ist ja im Grunde schon Kooperation. Jetzt brauchen Sie nur noch die passende Immobilie." Bei dieser Suche sicherte der Landrat ausdrücklich seine Hilfe zu. Eine exakte Kopie des Hannoverschen Modells soll die Schaumburger Einrichtung nicht werden. Während das Unternehmerinnen-Zentrum weiblichen Dienstleistern vorbehalten bleibt, wollen die EFAS das Konzept für alle öffnen. "Egal, ob Unternehmerin oder Unternehmer, Handwerk oder Dienstleistung", verdeutlichte Lieberwirth. Nach einer positiv ausgefallenen Bedarfsanalyse gehen die Unternehmerinnen jetzt in die konkrete Planung.

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