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Vortrag: Was Menschen über die Zukunft dachten

Zukunft

Hameln (bha). Was geschieht in 100 Jahren? Wie bewegen wir uns fort? Fliegen wir dann einzeln, oder beamen uns durch Raum und Zeit? Die Zukunft und ihre Errungenschaften faszinieren Menschen heute wie damals. Mit den Vorstellungen, die um das Jahr 1900 entstanden, beschäftigt sich am kommenden Donnerstag der Vortrag „Eine kurze Geschichte der Zukunft“ des Historikers Frank Werner im Rahmen der Serie „Zeit-Geschichten“.
So viel habe sich seit 1900 gar nicht verändert, behauptet Werner. Diese im ersten Moment kühn klingende Aussage bezieht sich allerdings auf einen Aspekt: Die Globalisierungs- und Beschleunigungserfahrungen der Menschen seien mit denen von heute durchaus vergleichbar, nur auf einem anderen Niveau. „In dieser Hinsicht war die Gesellschaft unserer ähnlich“, sagt der Historiker auch mit Blick auf die Erfahrungen eines rasanten technischen Fortschritts, die damals wie heute die Ideen von der Zukunft prägten. Das Jahr 2000, die Jahrtausendwende also, habe auf die Menschen 100 Jahre zuvor große Faszination ausgeübt. Fragen nach dem Fortgang der Beschleunigung durch neue Verkehrsmittel spielten eine wichtige Rolle in einer Zeit, in der gerade 65 Jahre zuvor die erste Eisenbahnverbindung in Deutschland für Furore gesorgt hatte. Auch die heute eher skurril wirkenden Ideen von der Luftfahrt im Jahr 2000 oder der Kommunikation der Menschen untereinander waren Themen. Zu keiner Jahrhundertwende zuvor hätten Zukunftsprognosen einen derartigen Boom erfahren wie um 1900, gibt Werner einen Ausblick auf Donnerstag.
Frank Werner ist stellvertretender Chefredakteur der Dewezet. Er hat an der Universität in Bielefeld Geschichte und Germanistik studiert und promoviert derzeit in Geschichte.

Donnerstag, 31. März, 19 Uhr, Dewezet-Geschäftsstelle. Der Eintritt ist frei.

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