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Stadtwerke Schaumburg-Lippe mit Bilanz 2005 / Schwieriges Umfeld

Vorerst keine Preisanhebungen

Bückeburg (rc). Mit einem zufrieden stellenden Ergebnis haben die Stadtwerke Schaumburg-Lippe ihr Geschäftsjahr 2005 abgeschlossen. Der Jahresüberschuss von knapp 2,1 Millionen Euro wird an die vier kommunalen Gesellschafter Bückeburg, Stadthagen, Obernkirchen und Eilsen sowie an die E.ON Westfalen Weser ausgeschüttet. "Das ist Geld, das nicht einfach an die Gesellschafter ,verschenkt' wird, sondern ihnen als Rendite für das eingesetzte Kapital auch zusteht", sagte Geschäftsführer Karl Schleef: "Wir freuen unsüber dieses Ergebnis, das trotz hoher Investitionen im Gasnetz zur Sanierung alter Grauguss-Leitungen erzielt werden konnte."

Karl Schleef

Für die Zukunft wies der Geschäftsführer auf die bundespolitischen Entwicklungen hin, die den Erfolgskurs bremsen würden. Der Druck auf den Teil der Preise, mit dem alleine die Kosten des Netzbetriebs gedeckt werden müssen, nehme zu. Die Bundesnetzagentur werde künftig alle Netzentgelte im Strom- und Gasbereich genehmigen. Schleefs Prognose: "Es ist davon auszugehen, dass die Entgelte wohl kaum in der bisherigen Höhe bleiben werden. Dann müssen die Kosten irgendwie aufgefangen werden." Dies alles müsse vor dem Hintergrund weiter steigender Energiepreise gesehen werden. "Die höheren Beschaffungspreise am Markt holen auch uns als Weiterverteiler voll ein," so Schleef. "Und dort ist der Preistrend nach oben ungebrochen." Schleef betonte, dass die Stadtwerke nicht mehr als nur diese gestiegenen Beschaffungskosten an die Kunden weitergeben würden. Darüber hinausgehende Erhöhungen verhindere das Kartellamt durch seine strenge Überwachung. "Insofern fühlen sich auch die Stadtwerke Schaumburg-Lippe wie ein Tankstellenpächter, der bei der Preisgestaltung nur wenig Spielraum hat." Konkrete Preisanhebungen sind jedoch zur Zeit nicht beabsichtigt. Ungebrochen ist die Beliebtheit von Erdgas. 90 Prozent aller Häuslebauer setzen darauf. So konnten die Stadtwerke 2005 etwa 200 neue Kunden hinzugewinnen und landeten somit bei 17 000.

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