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Ausstellung mit Gilde-Fotos eröffnet / "Beispielhaft für so ein kleines Dorf"

Von Westendorfern für Westendorfer: Erster Teil der Dorfchronik ist fertig

Westendorf (gs). Endlich ist es so weit: Ein Probeausdruck des ersten Teils der Dorfchronik "So war das in Westendorf" ist im Feuerwehrhaus bei Kaffee und Kuchen vielen interessierten Gästen vorgestellt worden. Parallel wurde eine Ausstellung mit Fotos eröffnet, die Dr. Kurt Gilde von den Privathäusern des Dorfes gemacht hatte.

Uwe Fiedler hat sie alle: Bilder von Westendorfs Häusern. Foto:

"Die Bilder sollen die Chronik farbenfroher machen", erklärte Erich Söfker, der Sohn von Otto Söfker, dem letzten Lehrer des Dorfes. Erich Söfker schilderte schwungvoll die Entstehungsgeschichte der Chronik. Stolz sagte er, dass die Arbeitsgruppe sich zu Beginn auf die Arbeit seines Vaters stützen konnte, der handschriftlich in den sechziger Jahren eine kleine Chronik von Westendorf erstellt hatte. Da diese Erzählungen über das Schützenfest vor dem Ersten Weltkrieg oder über das Gefangenenlager im Zweiten Weltkrieg immer mit "So war das" endeten, haben die Westendorfer die Chronik so be-nannt. Rintelns Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz begrüßte die Ausstellung mit den Worten: "Es ist wichtig, die Identität einer Gemeinde zu heben, und im Weitermarschieren nicht den Blick zurück zu verlieren." Damit dies für alle Westendorfer in Zukunft möglich ist, wurde die "Dorfgemeinschaft Westendorf e.V." vor drei Jahren von Uwe Fiedler ins Leben gerufen. Dieser dankte besonders Dr. Kurt Gilde, der mit seiner Kamera das Fotografieren der Häuser übernommen hatte, "was sich auf den ersten Blick so einfach anhört, jedoch eine Geduldsarbeit von über einem Jahr gewesen ist", wie Fiedler betonte. Nachdem er einen Lageplan des Dorfes unter Einbeziehung der Lichtverhältnisse erstellt hatte, "habe ich mich mit Dr. Kurt Gilde immer wieder telefonisch bei günstigen Wetterverhältnissen kurzgeschlossen, und nicht selten mussten wir geduldig abwarten, bis die Wolke sich verzogen hatte, die uns das Licht nahm", erzählte Uwe Fiedler. Der dritte Teil der Chronik, die Genealogie, wurde hauptsächlich von Monika Fiedler erarbeitet, die dazu erklärte: "Es hat mir unheimlich viel Spaß gemacht. Ich habe monatelang das Kirchenarchiv von Deckbergen erforscht und dabei viel über Archivarbeit gelernt." Dabei konnte bei manchen Häusern die Besitzerlinie bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgt werden, ansatzweise die Siedlungsgeschichte des Dorfes sogar bis ins elfte Jahrhundert. Die Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Westendorf, Antje Rinne, wies nochmals darauf hin, dass die geleistete Arbeit aller Teilnehmer "beispielhaft für so ein kleines Dorf" gewesen sei. Für Interessenten und Einwohner, die Bilder von den Häusern erwerben wollen, ist Uwe Fiedler unter folgender Nummer telefonisch erreichbar: (05751) 6657.

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