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Monika Borchers möchte als "Märchentante" Kinder fürs Lesen erwärmen

Von Schnarchdrachen, Prinzessinnen und haarsträubenden Räuberpistolen

Bückeburg (tla). Ein Schloss eignet sich besonders gut zum Erzählen von Geschichten. Monika, "die Märchentante" ist ganz begeistert. Sie hat den Gartensaal des Schlosses weihnachtlich dekoriert, für die Kinder Kuscheltiere auf Stühlen verteilt und sich ihr königsblaues Gewand mit goldenen Sternchen angezogen. Dazu noch der passende Hut und Schuhe. MonikaBorchers ist fertig für ihre Märchenstunde im ritterlichen Umfeld.

Als "Märchentante Monika" ist sie in ihrem Element: Monika Borch

"Im Gartensaal habe ich meinem jungen Publikum zuvor noch keine Märchen vorgetragen", berichtet die Erzählerin, die deshalb zwar moderne Texte aussuchte, aber solche mit mittelalterlichen Figuren wie Prinzessinnen, Rittern oder Drachen. Bevor es losgeht, bekommt jedes Kind noch schnell ein Plüschtier, "damit ihr Euch nicht so alleine fühlt", erklärt sie ganz kurz. Mit einfachen Fragen wie "Was fällt Euch denn alles hier zum Schloss ein?" schafft es die "Märchentante Monika" immer wieder, die Aufmerksamkeit der Mädchen und Jungen im Alter von vier bis acht Jahren zu erlangen. Die erste Geschichte handelte von Viviane. Die Tochter eines Ritters zauberte gern, jedoch nicht besonders gut. Somit hatte die Familie bald ein neues, unfreiwilliges Haustier: einen sogenannten Schnarchdrachen. Mit Großmutters Hilfe bekam Viviane das Problem schließlich in den Griff. Zum Auflockern sang Monika Borchers mit den Kindern zwischendurch das Weihnachtslied "Schneeflöckchen". Danach stieg die Spannung wieder bei den jungen Zuhörern: Das nächste Märchen! Es handelte von einer Prinzessin, die gerne so stark sein wollte wie ein Ritter. Ihr Vater und Bruder waren aber weniger begeistert davon. Am Ende zeigte die kleine Prinzessin es ihrer Familie aber doch undhalf dabei, Räuber mit in die Flucht zu schlagen. Die Geschichtenerzählerin bezog ihr Publikum immer wieder mit in die Handlung ein. Sie machte es dadurch spannender, und die Kinder lauschten ihr konzentriert und neugierig zu. Das letzte Stück war diesbezüglich auch gut gewählt. Die jungen Zuhörer rutschten zum Schluss schon das eine oder andere Mal unruhig auf ihren Stühlen umher. Auch als es um den Satz "Weihnachtsmänner gibt es nicht" ging, war ihr Interesse schnell geweckt. "Es ist wichtig, Kindern vorzulesen. Jedoch sollten sie nicht überfordert werden", erläuterte Monika Borchers, die mit ihren Märchenstunden Bücher auch für junge Leser wieder attraktiv machen möchte.

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