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Druckereimuseum „Die bewegliche Letter“ ist stolz auf das Erreichte / Lutherbibel als Leihgabe bei der Feier

Von Ruhestand ist bei ihnen keine Rede

HAMELN. Insgesamt 14 Mitglieder von insgesamt 64 Mitgliedern trafen sich im Druckerei-Museum auf dem Hefehof zur Jahreshauptversammlung.

Jürgen Seeger, Vorsitzender des Hamelner Druckerei-Museums (re.), bei der Jahreshauptversammlung im Museum auf dem Hefehof. FOTO: ul

Autor:

Ulrike TruchseSS

Der Vorsitzende Jürgen Seeger konnte den ehemaligen Druckern mitteilen, dass die Besucherzahlen stabil geblieben sind im vergangenen Jahr. Es gab allerdings weniger Gruppenführungen, dafür mehr Einzelführungen. Auch Touristen aus den Nachbarländern wie der Schweiz, England, Frankreich und Holland suchten das kleine Museum auf dem Hefehof auf. Insgesamt 500 Besucher besuchten das Druckereimuseum, das in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen feiern wird.

Erstmals beteiligten sich die ehemaligen Drucker im vergangenen Jahr an der Ferienpassaktion und boten an beiden Terminen einen interessanten Blick in die Entwicklung der Druckkunst. Für jeden Besucher eindrucksvoll und einprägsam wird es immer dann, wenn er oder sie am Boston-Tiegel seine Erinnerungskarte drucken darf. „Das kommt bei allen Besuchern gut an“, freut sich Seeger. Auch die Flyer, die die Besucher am Ende jeder Führung mitnehmen können, finden große Nachfrage.

Ein neues Titelsetzgerät von der Firma MTU aus Ludwigshafen konnte der Verein vorder Verschrottung bewahren. Es gab auch weitere Spenden von Fachbüchern. Und zur Feier des zehnjährigen Bestehens hat der Vorstand eine besondere Leihgabe ergattert. Von der Familie Luft gibt es eine Vollbibel von Martin Luther, gedruckt in Wittenberg von Hans Luft im Jahr 1548. Das Druckereimuseum feiert sein Zehnjähriges am Freitag, 15. Juni, im Lalu auf dem Hefehof und am Samstag, 16. Juni, beteiligt sich das Museum an der dritten Museumssommernacht im Landkreis. Dann kann die Öffentlichkeit die Bibel im Druckereimuseum ansehen. Dazu werden die Drucker eine Broschüre anbieten.

Wer sich zuvor schon für das Museum und seine reichhaltigen Informationen zur Entwicklung des Druckgewerbes interessiert, kann dies gern am Sonntag, 13. Mai, am Museumstag tun.

Außerdem freut sich der Verein über jede Schulklasse, die sich für die Geschichte des gedruckten Wortes auch ganz haptisch interessiert und über jedes neue Mitglied, sei es passiv oder aktiv. Jeder ist gern gesehen bei den Treffen im Durckereimuseum dienstags von 10 bis 12 Uhr oder zu den Öffnungszeiten des Museums immer freitags von 15 bis 17.30 Uhr sowie samstags von 11 bis 15 Uhr.

Finanziell geht es dem Druckereimuseum „zufriedenstellend“, wie sich Kassenwart Carsten Wilkesmann mit leichtem Understatement britisch humorvoll ausdrückte. Dank einer Großspende sei die Kassenlage gut, die Mietzahlungen seien gesichert und es gab Vereinseinnahmen in Höhe von 610 Euro. Doch auch laufende Kosten müssen gedeckt werden; so entschied der Verein bereits im vergangenen Jahr, den Mitgliedsbeitrag von 25 Euro auf 30 Euro im Jahr ab 2018 anzuheben, was in diesem Jahr umgesetzt wird.

Insgesamt wirtschaftet der Verein sehr sparsam, denn vieles wird in Eigenleistung renoviert und instand gehalten, das bestätigten auch die beiden Kassenprüfer. Der Vorstand wurde entlastet und die Kassenprüfer einstimmig wiedergewählt.

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