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Lesertelefon mit Ulrich Reineking: Beabsichtigte Weserversalzung macht viele sauer

Von Glascontainern bis zur Praxisgebühr

Rinteln. Auf drei Folgen angelegt hatte Marlene Kuhlmann aus Krankenhagen einen Leserbrief für unsere Zeitung zur Hochwassergefahr an der Extertalstraße, den sie auch im Auftrag ihrer Nachbarn verfasst hatte. Da wir grundsätzlich keine Leserbriefe zum selben Thema vom selben Verfasser innerhalb einer gewissen Zeit veröffentlichen, fielen damit die Aussagen der Folgen 2 und 3 zunächstunter den Tisch. Wir bitten, dies bei künftigen Leserbriefen zu berücksichtigen und "der Gedanken ganze Fülle" entsprechend komprimiert in einem Schreiben darzustellen. Die von Frau Kuhlmann formulierten Gedanken werden sicher als Anregung in den einen oder anderen redaktionellen Beitrag einfließen.

Willi Reese aus Escher merkt zu unserem Titelseiten-Beitrag "Die Kassen schwimmen in Geld" kritisch an: "Wenn das so ist, kann man doch kaum verstehen, warum immer noch die zehn Euro Eintrittsgeld in der Praxis zu entrichten sind." Dazu passe ebenfalls nicht, dass der Arzt seiner chronisch kranken Frau von der Kasse aufgefordert worden sei, bestimmte Medikamente bei der Verschreibung durch billigere Präparate zu ersetzen, obwohl diese nicht so gut verträglich seien wie die anderen. Zum Thema Bergrennenäußert sich unsere Leserin Annegret Meyer aus Borstel: "Die Veranstalter sollen mal nicht so tun, als ob das Thema nur die Westendorfer anginge, denn die Auswirkungen reichen weit darüber hinaus, auch ins Auetal hinein." In einer Zeit, da schon die Kinder in der Schule auf die Gefahren der Erderwärmung aufmerksam gemacht werden, passe so ein Autorennen einfach nicht mehr in die Landschaft - auch wenn der unmittelbare Einfluss sicher sehr gering sei: "Dabei geht es auch um das Beispiel!" Verwundert und auch etwas ratlos ist Detmar Bode aus Möllenbeck, was das Datum des diesjährigen Erntedankfestes betrifft. Während es im Jahreskalender unserer Zeitung (und auch in einigen anderen Kalendern) auf den 7. Oktober datiert ist, wird in manchen Veröffentlichungen für 2007 auch der 30. September als Datum benannt: "Kann das nicht einheitlich geregelt werden, da dieser Tag ja auch für viele Chöre und Vereine eine besondere Stellung im Jahresprogramm hat?" merkt Bode dazu an. Nun - was erst einmal irgendwo in einem Kalender veröffentlicht ist, kann kaum aus der Welt gebracht werden: Hier hilft wohl nur rechtzeitige Absprache zwischen Kirchengemeinden, Chören und Vereinen. Im bekannten Internetportal "Feiertagsseiten" findet sichübrigens der ausdrückliche Hinweis, dass "das Erntedankfest regelmäßig am 1. Sonntag im Oktober gefeiert wird" - damit also in diesem Jahr am 7. Oktober 2007! Am Stiderfeld wohnt Peter Kupfer , der sich immer wieder darüber ärgert, dass von den Nutzern des Glascontainers viele ihre Plastiktüten oder Kartons einfach dort liegen lassen: "Die Mitarbeiter der Entsorgungsfirma sammeln diesen Abfall zwar regelmäßig ein, aber bis dahin ist der Anblick doch sehr unschön." Weitere Empfehlung von ihm: "Die Glascontainer selbst könnten auch mal gereinigt werden - sie sehen inzwischen ziemlich verdreckt aus." Empört ist Norbert Vorbeck über die Absicht des Bergbaukonzerns K+S, über die Werra künftig wieder Salze in die Weser einzuleiten: "Als der Geschäftsführer des Unternehmens gefragt wurde, warum man denn die Salzbrühe nicht gleich über die werksnahe Fulda einleiten würde, meinte dieser: Das geht nicht - weil die Fulda ein Süßwasserfluss ist!" Was dann wohl die Werra sein mag? Bei solcher Ignoranz müsse man wohl viel Aufklärung treiben, um den beabsichtigten Umweltfrevel zu verhindern. Ein Standpunkt, den auch Michael Wethmüller aus Rinteln vertritt: "Als langjähriger Mitarbeiter der Schlauchbootfahrt habe ich das natürlich begrüßt, dass man in den letzten Jahren wieder problemlos in der Weser baden konnte. Wenn jetzt mutwillig und aus purer Geschäftemacherei die alten Verhältnisse wiederhergestellt werden, ist das eine richtige Schweinerei!"

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