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Großauftrag für Bornemann: Unternehmen liefert gigantische Pumpenaggregate für Erdölstation

Von Gelldorf bis in die Wüste Algeriens

Gelldorf (sig). Das weltweit tätige Gelldorfer Maschinenbauunternehmen Bornemann ist dank seiner Spitzenstellung bei der Entwicklung und Produktion von Förderpumpen an Großaufträge gewöhnt. Vom Volumen her absolute Spitze ist jedoch das Projekt, das jetzt nach nur zehn Monaten Laufzeit abgeschlossen wurde: gigantische Pumpenaggregate mit Zubehör für eine Erdölgesellschaft in Algerien im Gesamtgewicht von rund 450 Tonnen!

Projektleiter Steffen Bienek

Für den Transport wurden insgesamt 16 Lastkraftwagen benötigt, darunter Spezialfahrzeuge mit einer Länge von 36 Metern. Das größte Element, ein Steuerungscontainer, ist 15 Meter lang und dreieinhalb Meter breit. Um das Verladen zu ermöglichen, waren zwei Großkräne erforderlich. Einer davon hatte eine Traglast von 250 Tonnen. Solche ungewöhnliche Ausmaße machten es erforderlich, dass sogar der Vorplatz des neuen Bornemann-Werkes II an der Industriestraße umgebaut werden musste. Zäune wurden entfernt, und die freiliegenden Bodenflächen wurden mit Stahlplatten überspannt, damit die Schwertransporter sicher das Gelände verlassen konnten. Mit einer Sondergenehmigung und polizeilicher Begleitung bewegten sich die Transportriesen nachtsüber die B 65 in Richtung zur Autobahn A2 und von dort zum Verladehafen nach Bremen. Wenn das Containerschiff vernünftige Wetterbedingungen vorfindet, erreicht die gesamte Fracht den Hafen von Algier am 27. Dezember. Von dort ist es dann aber noch an die 900 Kilometer weit bis zum Einsatzort mitten in der Wüste, wo alle Container aufgestellt werden. Zum ersten Mal hat Bornemann einen solchen Großauftrag aus dem Ölförderland Algerien erhalten. Ein entscheidender Grund für dieses Pilot-Projekt ist die im Kyoto-Protokoll festgehaltene Rahmenkonvention der Vereinten Nationen zum Klimaschutz. Danach hat sich das afrikanische Land verpflichtet, künftig das Erdgas, das bei der Erdölgewinnung bislang immer abgefackelt wurde, weiter zu verwenden. Das in Gelldorf entwickelte und hergestellte Multiphasen-Pumpensystem ermöglicht die Trennung von Öl, Gas, Wasser und Sand gleich beim Austritt aus dem Bohrloch. Die zwei gelieferten Pumpen transportieren eine Fördermenge von jeweils 1000 Kubikmetern in der Stunde. Die Antriebsleistung der so genannten Mittelspannungsmotoren liegt bei 2800 Kilowatt. Verantwortlich für die Entwicklung und den reibungslosen Ablauf dieses Auftrages waren die beiden Projektleiter Steffen Bienek und Friedrich Liebrecht. Beim Verladen der größten Elemente war auch die Unternehmerfamilie selbst durch Clemens Wulfing sowie Ursula und Friedrich Bornemann vertreten. Bereits in der Vergangenheit gab es bereits umfangreiche Lieferungen an Erdölstaaten wie Russland und den Iran.

Letzte Arbeiten an einem Rohrleitungselement (oben), dann kann d
  • Letzte Arbeiten an einem Rohrleitungselement (oben), dann kann der 40 Tonnen schwere Container verladen werden (l.). Insgesamt 16 Lastkraftwagen haben von Gelldorf aus die komplette Ausstattung zum Aufbau einerÖlförderanlage in der algerischen Wüste abtransportiert. Fotos: sig
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