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Weihnachtsmarkt fördert gute Taten in der Welt / Wieder vorbildliches ehrenamtliches Engagement

Vom Adventskranz bis hin zum Diamanten

Bad Eilsen (sig). Es gab einen Grund, sich Sorgen um den Weihnachtsmarkt an der Christuskirche Sorgen zu machen. Regen und böiger Wind waren angesagt. Und morgens beim Aufbau der Zelte und Stände hatte es den Anschein, dass sich diese Vorhersage erfüllt. "Wir wussten gar nicht, wie wir alles festhalten sollten", berichteten uns Mitglieder des Gemischten Eilser Chors. Aber siehe da - bei der Eröffnung um 11 Uhr sah alles ganz, ganz anders aus.

Ronja Everding freut sich auf die Zeit, wenn abends die Kerzen a

Pastor Reiner Rinne erklärte ganz erfreut: "Ich habe gerade jemanden besonders herzlich begrüßt." Und dann zeigte er zur Sonne hinauf, die von einem blauen Himmel herunterstrahlte. Die Aussteller hatten nach dem Aufbau kaum Zeit zum Durchatmen, da fanden sich schon die ersten Besucher ein. Die hatte das unerwartet schöne Wetter angelockt. Es waren nicht so viele Stände, die sich den Platz vor dem Gotteshaus teilten. Aber gerade diese lockere Aufstellung besitzt ihre Vorteile. Es gibt keine Budengasse, durch die sich Menschen drängen und in der sie mehr geschoben werden, als anzuhalten und in Ruhe schauen zu können. Wer am Sonnabend vor dem ersten Advent nach Bad Eilsen kommt, der erkennt sofort, dass es hier keine gewerblichen Anbieter gibt. Im Gegenteil: Wer hier Backwaren, Süßigkeiten oder Handwerkliches anbietet, der macht das ganz selbstlos und hat oft über einen längeren Zeitraum hinweg an den Vorbereitungen für diesen Tag gearbeitet. Dazu gehören Einzelpersonen, kirchliche Gruppen, Vereine und andere Gemeinschaften. Was sie erlösen, das dient ausschließlich Menschen in Not leidenden Ländern. Die Hermannsburger Mission, der Christliche Verein junger Menschen und die Arbeitsgemeinschaft "Den Kindern von Tschernobyl" helfen, schwere Schicksale zu meistern und wenigstens etwas Freude und Licht in den Alltag zu bringen. Es gab wieder viele Dinge, auf die sich zahlreiche Besucher des Weihnachtsmarktes immer wieder freuen: Thüringer Butterstollen, Mohnstollen, schlesischer Lebkuchen, Knusperhäuschen, ungezählte Sorten von Festtagskeksen, Marmeladen und Gelees, Krippen und christliche Figuren, Adventskränze, Gestecke und eine Vielzahl von weihnachtlichen Dekorationen. Dazu gehörten unter anderem dicke Äste, die Biber angenagt hatten und die jetzt als Kerzenhalter dienen. An einem Stand glitzerten sogar "Schaumburger Diamanten"; das sind Licht reflektierende Mineralien. Agnes Schramke hatte wieder dafür gesorgt, dass es Haushaltsgeräte, Spielsachen, Kuscheltiere und Ähnliches gab. Dazu konnten die Gäste aus über 2000 antiquarischen Büchern wählen. Eine Tombola bot die Chance, zusätzliche Weihnachtsgaben mit nach Hause zu nehmen. An Verpflegung bestand kein Mangel. Im Gemeindehaus gab esmittags eine leckere Erbsensuppe, nachmittags Torten und Kuchen und beim Evangelischen Pflegedienst Backäpfel, gefüllt mit Rosinen und Mandeln und übergossen mit Vanillesoße. Renner bei den Getränken waren Glühwein, Kaffee, heißer Holunderbeersaft und als neue Kreation Apfelpunsch mit heißer Sahne und Amaretto. Natürlich gab es auch kühlere Getränke und passend dazu einen Grillstand. Für den musikalischen Höhepunkt des Rahmenprogramms sorgte wieder die Schaumburger Trachtenkapelle mit ihrer Weihnachtsserenade. In der Christuskirche gab es weihnachtliche Orgelmusik und eine Märchenerzählerin. Außerdem war dort eine Videoaufzeichnung des Fernsehgottesdienstes in der Bückeburger Stadtkirche zu sehen.

Wenn man ein Stockbrotüber offenem Feuer "backen" kann, sagen di
  • Wenn man ein Stockbrotüber offenem Feuer "backen" kann, sagen die Kinder selten nein. Fotos: sig
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