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Volles Haus im Hofcafé mit „Emerald“

FLEGESSEN. Platz zum Tanzen gab es keinen mehr – das tat der Begeisterung für „Emerald“ am Sonnabend in der Wanderscheune aber keinen Abbruch. Erst nach drei Zugaben ließen die Zuschauer die Musiker von der Bühne.

Gabi Bode (v.l.), Michael Möllers, Sue Sheehan, Astrid Heldmaier, Cornelius Bode und Rainer Köhler sorgen als „Emerald“ für irische Stimmung im Hofcafé. Foto: Honig

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Gerhard Honig Reporter

„Ein wunderbares Publikum“, lobte Sängerin Sue Sheehan die Konzertgäste in der Wanderscheune im Anschluss an das Musikspektakel, was die Band aus Hannover am Wochenende in Flegessen veranstaltete. Ihr Auftritt lockte so viele Fans an den Süntelrand, dass das Fassungsvermögen der Scheune an die Grenzen stieß. Hofcafé-Betreiberin Astrid Werner freute sich über das Interesse an der irisch-amerikanischen Folk-Musik, bedauerte aber, dass sich viele Gäste mit Stehplätzen begnügen mussten.

Sheehan ist in Flegessen bereits von anderen Konzerten bekannt. Auch als „Emerald„-Frontfrau hatte sie die Besucher schnell in gebannt, angefangen mit kleinen Anekdoten, mit denen sie zusammen mit Michael Möllers (Geige, Bratsche) jeden Titel anmoderierte. Möllers hatte in den 90ern mit der Amerikanerin die Band zunächst als Duo gegründet, später stieß der Gitarrist Rainer Köhler hinzu und machte die Gruppe zum Trio. Die drei weiteren Musiker Gabi Bode (Flöten, Klarinette, Fagott), die Bodhrán-Trommlerin Astrid Heldmaier sowie der Saitenvirtuose Cornelius Bode (Gitarre, Bass, Gesang) ließen die Formation schließlich zum Sextett wachsen. In der Formation traten sie auch im Hofcafé auf, wobei vor allem Möllers in der anrührenden Ballade „Sailor Boy“ mit einem Solo auf der Bratsche glänzte – indem er gleichzeitig zwei Saiten einen zweistimmigen Sound entlockte.

Die Truppe hat ihre Heimat in Hannover, trifft sich zu gemeinsamen Musik-Abenden immer wieder mit befreundeten Bands. 2008 erschien ihr vielfach gelobtes Debütalbum „The Great Divide“, vor vier Jahren folgte der Nachfolger „On A Single Wing“ mit ähnlich guten Kritiken. In Flegessen ließen sie die Wanderscheune swingen, die Zuschauer ließen sich von den Rhythmen mitreißen. 18 Stücke später legten die Musiker mit den Zugaben „Harrys“, „Beggarman“ und „Ready For The Storm“ nach.

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