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Volle Busse von Beber nach Bakede

BAD MÜNDER. Seit dem ersten Februar gelten die neuen Busfahrpläne im Nahverkehr. Mit einer großen Kampagne hatten die Öffis die Reform angekündigt – zusammen mit deutlich sinkenden Fahrpreisen. Von den günstigeren Tickets profitieren die Münderaner bereits – von dem besseren Fahrplan allerdings nicht.

Günstigere Tickets, bessere Verbindungen – davon profitiert Bad Münder im öffentlichen Nahverkehr (noch) nicht. Die Verbindungen vom Zentrum des Landkreises bis in die Peripherie, zu der die Kernstadt und die Ortsteile zählen, haben sich nicht verbes
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Benedikt Dittrich Redakteur zur Autorenseite

Nach der Umstellung wurde deutlich: In der Kernstadt Hameln wurden Lücken geschlossen, Fahrpläne umgestellt, verbessert – in den Randbereichen warten Kinder, Jugendliche und Erwachsene noch auf besseren Anschluss. Deutlich wurde das vor allem an den Grenzen des Landkreises – in Beber klagen Eltern und Kinder vor allem über Überfüllte Busse morgens und fehlende Verbindungen an den Nachmittagen.

Einer, der sich an die Spitze der Kritik stellte, ist Ortsratsmitglied und Familienvater Karsten Homeier. „Bereits ab dem Kranzberk in Bakede ist der Bus morgens schon voll“, berichtet Homeier im Gespräch mit unserer Zeitung. Desweiteren berichtet er von überfüllten Bussen, in die kein Fahrgast mehr reinpasst. „Es geht dabei ja auch um die Transportsicherheit“, erklärt Homeier weiter.

Beschwert hatte Homeier sich darüber bereits bei KGS-Schulleiterin Malihe Papastefanou. „Klar, das muss alles bezahlbar bleiben“, zeigt Homeier Verständnis, „aber so kann es aktuell nicht bleiben.“ Er stört sich vor allem daran, dass das Gedrängel in den Bussen aus seiner Sicht öfter die Regel als die Ausnahme ist. Besondere Situationen wie die Zeugnisausgabe, wo schlagartig alle Schüler nach Hause wollen, könne man nur schlecht steuern, aber der Regelverkehr müsse gewährleistet sein.

Papastefanous Stellvertreter Gregor Ceylan bestätigte jetzt die Probleme bei der Busbeförderung: „Das gibt es immer wieder mal.“ Die Schüler schildeten den Lehrern immer mal wieder, dass die Busse überfüllt waren und sie deswegen zu spät zum Unterricht kamen. Ein akutes, flächendeckendes Problem sieht Ceylan aber nicht.

Geschildert wurden die Probleme auch bei der vergangenen Sitzung des Ortsrates Beber-Rohrsen von Schülern der Grundschule in Bakede. Die Kinder berichteten von dichtem Gedrängel und Problemen beim Aussteigen in Bakede, weil ältere, größere Schüler bis nach Bad Münder oder Hameln weiterfuhren und hin und wieder die jüngeren Schüler nicht rauslassen würden oder der überfüllte Bus an anderen Haltestellen gar nicht mehr halten würde.

Auch in der Grundschule wüsste man deshalb um die Probleme bei der Busbeförderung, sagt Homeier: „In den Klassen, bei Elternversammlungen ist das ein Thema.“ Bis zu Christel Gietmann, Schulleiterin, sind die Beschwerden aber offenbar noch nicht durchgedrungen. Gegenüber dieser Zeitung erklärte sie, dass ihr keine Beschwerden von Schülern oder Eltern bekannt seien.

Der öffentlichie Nahverkehr soll nun im Kreistag thematisiert werden, wie Barbara Otte-Kinast erklärte, die sowohl Mitglied des Ortsrats als auch Mitglied des Kreistags ist. „Wir werden auch unter der Woche morgens und mittags mit den Bussen mitfahren um uns die Situation anzugucken“, kündigte Homeier an.

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