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Volksbank konzentriert Geschäftsräume in der Kernstadt

BAD MÜNDER. Die Volksbank konzentriert ihre Geschäftsräume in der Kernstadt auf ein Gebäude. Das bislang als Beratungszentrum genutzte Objekt an der Echternstraße soll vermietet werden, bestätigte jetzt Stefan Markwirth, Generalbevollmächtigter der Volksbank Hameln-Stadthagen.

Das 2006 aufwendig umgebaute Gebäude an der Echternstraße wird von der Volksbank nicht mehr benötigt. Foto: Rathmann
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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

2006 hatte die Volksbank Bad Münder – noch unter der Regie des Vorstandes um Jürgen Sander, das leer stehende Gebäude in direkter Nachbarschaft der Hauptstelle gekauft und aufwendig umgebaut. Sander verwies damals auf die „erfreuliche geschäftliche Entwicklung“, die dazu geführt habe, dass die Bank zusätzlich zu den Kapazitäten an der Markstraße weitere Räume benötige. 1,3 Millionen Euro investierte die Volksbank in Kauf und Umbau.

Dass das Gebäude nun nicht mehr als Beratungszentrum benötigt wird, liegt auch in der Fusion der Volksbank Bad Münder mit der Volksbank Hameln-Stadthagen begründet. Zu den Effekten der Verschmelzung zählt die Konzentration von rein administrativen Bereichen – Bad Münder beherbergt zwar wie Hameln und Stadthagen eine Hauptstelle der Bank, Bereiche wie die Innenrevision oder die Buchhaltung müssen jedoch nicht in jeder Hauptstelle vorgehalten werden. Durch die Auslagerung wurden in der münderschen Hauptstelle Räume frei. Nach Umbauarbeiten wurde dort das neue Kunden-Service-Center mit dem Schwerpunkt Telefonservice angesiedelt.

Vermietung war
immer eine Option

Die Vermietung des Volksbank-Gebäudes an der Echternstraße sei aber keineswegs nur alleine auf die Fusion zurückzuführen, erklärt Markwirth. Bereits vor dem Zusammengehen mit der Volksbank Hameln-Stadthagen habe er mit seinem damaligen Kollegen im Vorstand der Volksbank Bad Münder, Detlef Hanisch, über eine Vermietung des Objekts gesprochen. Um auf sich verändernde Rahmenbedingungen reagieren zu können, hätte der vorausgegangene Vorstand bereits beim Bau des Beratungszentrums darauf geachtet, verschiedene Bereiche baulich voneinander zu trennen. Und so sei auch eine teilweise Vermietung immer eine Option gewesen.

Angeboten werden die Räume derzeit als Büro- oder Praxisraume, bis zu zwölf Zimmer und rund 450 Quadratmeter Nutzfläche bietet das Gebäude. Möglich sei aber auch, so Markwirth, eine Nutzung als Wohnung.

An die Rolle als Vermieterin muss sich die Bank dabei nicht neu gewöhnen, im Niedrigzinsumfeld sucht sie sogar bewusst als Investitionsmöglichkeit. Bereits die Vertreterversammlung der Volksbank Bad Münder machte 2015 den Weg frei für künftige Investitionen in Immobilien. Eine Satzungsänderung wurde beschlossen, die es der Bank ermöglicht, auch als Vermieterin von Wohnraum auftreten zu können.

Auch der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Hameln-Stadthagen, Michael Joop, hatte während der jüngsten Vertreterversammlung Fragen von Mitgliedern zum Engagement der Bank im Bereich Renditeimmobilien zu beantworten. Er bestätigte, dass Immobilien errichtet oder erworben wurden, „deren Mieterträge zukünftig die Ertragslage verstetigen sollen.“

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