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Vier mal so viel Fläche für Windkraftanlagen im Gespräch

Windkraft

Hameln (HW). Der von der Bundesregierung beschlossene Atomausstieg erfordert den Ausbau erneuerbarer Energien. Dafür will die Mehrheitsgruppe den Weg in Hameln ebnen, im Ausschuss für Stadtentwicklung sollen am Mittwoch neue Parameter für die Nutzung von Windkraftanlagen formuliert werden.

Um von der verfassungsrechtlich garantierten Planungshoheit Gebrauch machen zu können, soll die Windenergienutzung im Stadtgebiet Hamelns künftig städtebaulich gesteuert werden. Dazu sollen Vorrangflächen ausgewiesen werden. „Bislang gibt es nur das Areal am Liethberg in Afferde. Das reicht nicht aus. Wir brauchen eine Fläche von mindestens 100 Hektar,“ sagt Claudio Griese. Der CDU-Fraktionsvorsitzende und Sprecher der Mehrheitsgruppe kann und will zwar noch nicht benennen, wo das sein kann, will aber von der Verwaltung alle infrage kommenden Flächen überprüft wissen; insbesondere, ob Windkrafträder künftig dichter am Wald platziert werden können. „Wir wollen Vorrangflächen ausweisen, denn so können wir steuern, wo Windräder gebaut werden und müssen im Bedarfsfall nicht jedes einzelne genehmigen. Wir wollen gestalten. Das sehen wir in der Mehrheitsgruppe als unseren Auftrag.“

Die dafür erforderlichen Voraussetzungen sollen bei der ersten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung gefasst werden. Dabei sollen neben der Ausweisung von Vorranggebieten für die Windenergienutzung folgende Parameter gelten:

  •  Die Abstände zu Waldflächen sollen auf 100 Meter reduziert werden.
  •  Die Abstände zu Wohnbauflächen sollen 750 Meter betragen.

Zudem gilt es, alle bisherigen Ausschlusskriterien und Abstandsradien einer erneuten Prüfung zu unterziehen. Um nach dem heutigen Stand der Technik auch Windenergieanlagen mit einem stärkeren Leistungsprofil zu ermöglichen, soll auf eine Höhenbegrenzung verzichtet werden.

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