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Mehr Prominenz als Bürger beim "Frühjahrsputz" / VVO bemängelt vor allem das Fehlen der Jugend

Viele wurden gerufen - aber nur wenige kamen

Obernkirchen (sig). "Unsere Stadt soll schöner und sauberer werden." Die Vorsitzende des Verkehrs- und Verschönerungsvereins, Ingrid Mandel, vertritt diese Meinung nicht nur mit Nachdruck, sondern sie handelt auch danach. Ihrer Aufforderung, sich an dem "Frühjahrsputz" im Bereich des Sonnenbrinks und darüber hinaus zu beteiligen, sind aber nur wenige Einwohner gefolgt.

Bereit zum Abmarsch: Das "Frühjahrsputz-Team" macht sich an die

Auch das Bemühen, alle Bürgermeisterkandidaten und möglichst viele Kommunalpolitiker in diese Aktion einzubinden, war noch nicht vom großen Erfolg gekrönt. Das lag zum Teil aber auch daran, dass nahezu zeitgleich die Deutsch-Amerikanische Gesellschaft das Sandsteinpräsent für die Stadt Schaumburg in denUSA aus dem Bückeberg abholte und daran Obernkirchener Bürgermeisteranwärter beteiligt waren. Immerhin gab es doch schon einige Unterstützung aus diesen Reihen. So waren der CDU-Bewerber Martin Schulze-Elvert und die unabhängige Kandidatin Astrid Semler samt Ehemann erschienen. Wolfgang Seele hatte einen anderen wichtigen Termin, legte aber seinem Entschuldigungsschreiben eine Geldspende für die Verpflegung des "Reinigungsteams" bei. Der stellvertretende Bürgermeister Andreas Hofmann und die Sprecherin der Gruppe "Mitte", Beate Krantz, mischten kräftig mit, und Maria Bögel vertrat engagiert ihren erst später eintreffenden Mann. Ingrid Mandel informierte nach der Begrüßung am Freibad alle Akteure über die zu erledigenden Aufgaben. Anschließend ging man gruppenweise an verschiedenen Stellen an die Arbeit. Im Sonnenbrink wurden alle in Sichtweite befindlichen Sitzbänke gesäubert und von wucherndem Grün befreit. Dabei war es keine Frage, ob die Sitzgelegenheiten vom VVO gesponsert worden waren oder nicht. Zum Abwaschen der Bänke holte man sich Wasser aus dem Hühnerbach oder auch aus dem Schwimmbad. Größere Ansammlungen von Müll entdeckte die Gruppe, die im Bereich des Uhlenbruches tätig war. Dort hatten Unbekannte offensichtlich einen Müllsack deponiert, der anschließend aufgerissen wurde. Etliche Bänke bekamen nach dem Säubern einen neuen Anstrich mit Lasurfarbe, unter anderem im Bereich der Lieth und an der Rintelner Straße. In einigen Fällen lohnte aber selbst das nicht, weil erst größere Reparaturen notwendig sind. Unter anderem müssen Sitzbretter ausgewechselt und rostige Metallelemente bearbeitet werden. In der verbleibenden Zeit säuberte eine Gruppe den La-Flèche-Park einschließlich der Bouleanlage. In der Rathenaustraße gab es vermehrt Arbeit im Bereich der Bushaltestellen. Dort war dann auch für diesen Tag Endstation. VVO-Chefin Ingrid Mandel bedankte sich bei ihren Mitstreitern und lud sie zu einem Imbiss ein. "Wer hier mitwirkt, bekennt sich zu seiner Heimatstadt, und deshalb berührt es mich besonders, dass sich kaum junge Menschen und schon gar keine Jugendlichen von dem Aufruf angesprochen fühlten", lautete ihr ein wenig bekümmertes Resümee.

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