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Versalzung: Landkreis soll sich einschalten

Rinteln (wm). Auf der Tagesordnung der Ratssitzung (heute, 19 Uhr, im Ratskellersaal) steht auch eine Resolution gegen die Versalzung von Werra und Weser durch die hessische K+S Kali GmbH (wir berichteten).

Die Kali GmbH hat vor, die Abwässer aus ihrer gigantischen Abraumhalde über eine noch zu bauende Pipeline in die Werra und damit die Weser zu leiten, und beruft sich dabei auf Grenzwerte, die in den fünfziger Jahren festgelegt worden sind. Heinrich Sasse (WGS), Mitglied des Rintelner Rates und des Kreistages, hat jetzt auch den Landkreis aufgefordert, in dieser Sache aktiv zu werden. Sein Vorschlag: Der Landkreis initiiert ein Aktionsbündnis aller Anrainerkommunen von Werra und Weser und nimmt mit der niedersächsischen Landesregierung Kontakt auf. Ziel müsse sein, dass auch das Bundesministerium und die Europäische Kommission im Rahmen ihrer jeweiligen Kompetenzen tätig werden, um die geplante Einleitung zu verhindern. Denn das Vorhaben widerspreche sowohl EU-Vorstellungen als auch den Festlegungen in der Bund-Länder-Vereinbarung, in der eindeutig eine weitere Verbesserung der Wasserqualität beider Flüsse beschlossen worden ist. Sollte die Planung der Kali GmbH Realität werden, vernichte die Salzeinleitung alle bisher mit viel Aufwand und Mühe erreichten ökologischen Erfolge.

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