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Bernd Schramme weist Vorwürfe der VT Bückeburg zurück

Versäumnisse der Vereinsführung

Bückeburg (bus). Der viele Jahre lang für die handballsportliche Entwicklung der Vereinigten Turnerschaft Bückeburg (VTB) zuständige Bernd Schramme, dem im Zuge der Insolvenzantragstellung des Traditionsvereins von Seiten des VTB-Vorstands erhebliche Mitschuld an der prekären Situation des Vereins vorgeworfen wird, hat gegenüber unserer Zeitung eine nahezu konträre Darstellung zu den Schilderungen der VTB abgegeben.

Bernd Schramme hatüber die Ursachen der Schieflage der VTB eine

Schramme belegte gegenüber der LZ, dass sowohl der vor der Bundesligazeit für den Handball zuständige VTB-interne "Verein der Handballfreunde" als auch die letzte Saison des Lizenzbetriebs mit positiven Zahlen abgeschlossen haben. Für die derzeitige finanzielle Schieflage seien "nicht funktionierende vereinsinterne Kontrollmechanismen" und womöglich "schlechte Berater" gleichermaßen verantwortlich wie "Dummheit und Kompetenzlosigkeit" des Vorstands. Bislang habe er "nie groß etwas gesagt", sagte Schramme, nun sei es angesichts der über ihn verbreiteten Unwahrheiten aber "an der Zeit, Ross und Reiter zu nennen". Der in Insiderkreisen nicht unumstrittene "Macher" stellte speziell die vermeintliche Ahnungslosigkeit der VTB-Spitze in Frage. "Alle Vertragsanzeigen zum Beispiel", sagte (und dokumentierte) Schramme (diese Formulare halten fest, dass "die Erfüllung etwaiger steuer- und versicherungsrechtlicher Verpflichtungen dem Verein und der Spielerin obliegen"), "sind vom Handballabteilungsleiter Volker Blaume unterschrieben worden". Er habe "die Vereinsführung über jeden meiner Schritte in Kenntnis gesetzt". Wenn der VTB-Vorstand jetzt behaupte, von nichts gewusst zu haben, sei das "ein Unding". Schramme machte seine Kritik an den Verantwortlichen der Turnerschaft vor allen Dingen an drei Dingen fest: Obwohl die VTB seit 2001 im Besitz eines eigenen Reisebusses (Anschaffungskosten alles in allem laut Beschwerdeführer 353 800 D-Mark) war, seien in der Folgezeit Ski-Freizeiten bei anderen Busunternehmen gebucht worden. Dadurch sei dem Verein laut Schramme ein "definitiv vom Vorsitzenden Manfred Hohmann zu verantwortender" Schaden von etwa 25 000 Euro entstanden. Im Verlauf einer Steuerprüfung im Dezember 2001 habe die Vereinsführung nicht nur "null Übersicht" sondern auch eine "erhebliche Faulheit" an den Tag gelegt. Vermutlicher Schaden laut Schramme: Eine Summe im hohen fünfstelligen Bereich. Im Zusammenhang mit der Abmeldung der mit Zukunftsperspektiven ausgestatteten Herrenmannschaft hätte es der Verein versäumt, Ausbildungskostenvergütungen von etwa 15 000 Euro geltend zu machen. Pikantes Detail am Rande: Nachdem der mit einer anständigen Summe für die VTB bürgende Schramme, der eigenen Angaben zufolge in den letzten beiden Bundesliga-Jahren auf ein Trainergehalt (Wertigkeit etwa 30 000 Euro) verzichtet hat, wegen vermeintlicher Beitragsschulden und angeblich vereinsschädigenden Verhaltens 2004 aus der VTB ausgeschlossenworden war, wurde im Januar 2005 - wie seit 1979 üblich - eine Konto-Abbuchung seines Beitrags vorgenommen. Er behalte sich rechtliche Schritte vor, die auch vor privatem Regress nicht Halt machen würden, versicherte Schramme. Zudem empfahl er den Mitgliedern, sich Gedanken über die wahren Schuldigen und mögliche Regressansprüche zu machen. Es sei ihm bewusst, dass er "über Ecken und Kanten" verfüge und "kein Heiliger" sei. Den Ursachen der "Pleite" der VTB lägen indes Versäumnisse der Vereinsführung zugrunde

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