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Neue Pächterin informiert SPD auf der Stadtteilbegehung / Taxifahrer wollen Verlegung des Taxistands

Verpachtet: Aus der Bahnhofsgaststätte wird ein Kiosk

Bückeburg (rc). Die Zeiten von geschlossenen Toiletten und keiner Zeitung für den Pendlerzug werden ein Ende haben. Im September übernimmt die Bückeburgerin Kornelia Dammeier die leer stehende Bahnhofsgaststätte. Sie wird dort einen Kiosk inklusive Fahrrad-Unterstellmöglichkeiten einrichten. Das teilte die neue Pächterin während der Stadtteilbegehung des SPD-Ortsvereins mit.

Im Bahnhof informierte die neue Pächterin der Bahnhofsgaststätte

Neben dem Bahnhof und seinem Umfeld nahmen die Genossen die umliegenden Straßen, die Jugendfreizeitstätte, Widdserburg und die Gebäude von "United Noise", der ehemaligen Raiffeisen-Genossenschaft, in Augenschein, informierten sich über Sorge und Nöte der Anwohner, Nutzer und Pendler. Seit der Schließung der Bahnhofsgaststätte kritisieren die Pendler und Bahnnutzer zum Beispiel, dass sie morgens keine Zeitung oder keinen Kaffee kaufen, nicht eben noch einmal schnell auf die Toilette gehen können. Ab September soll das ein Ende haben, wenn der Pachtvertrag für Kornelia Dammeier läuft. Nacheiner Renovierungsphase soll der Kiosk samt Kaffeeausschank geöffnet werden und zwar von morgens 4.30 bis abends 23.30 Uhr, so die kundenfreundlichen Vorstellungen der Pächterin. Ob das Angebot ausgebaut wird und beispielsweise ein Fahrrad-Reparaturservice angeboten wird, will die Pächterin von der Entwicklung abhängig machen. Die Toilettenanlage, dringend sanierungs- und renovierungsbedürftig, soll mit Hilfe der Stadt auf Vordermann gebracht werden. Die Ortsvereinsvorsitzende Anka Knechtel, die im Vorfeld noch mit Bürgermeister Reiner Brombach über das Thema gesprochen hatte: "Dafür wird die Stadt sorgen, die Deutsche Bahn AG macht ja gar nichts." Ein Anliegen haben auch die Bückeburger Taxifahrer, die den Besuch der SPD nutzen, um sich für eine Verlegung ihrer Stellplätze vor dem Bahnhof auszusprechen. Dort, wo sie derzeit stehen, ist zu wenig Platz, wie ihr Sprecher, Jörg Peter Kriehn, sagte. Maximal sieben Taxis passten dort hin, derzeit gebe es aber 23 in der Stadt. Außerdem gebe es besonders zu Stoßzeiten Probleme mit Abholern oder Bringern, die mit ihren Fahrzeugen den Stand blockieren würden. Wie Kriehn sagte, müsse erwogen werden, ob die Taxis künftig nicht entlang des Bordsteins im Bereich des Bushofes stehen könnten. Mit der Verlegung nur einer Bushaltestelle auf eine der beiden Warteinseln müsse genug Platz sein, um Konflikte zwischen Bussen und Taxis zu verhindern. Auch für die ankommenden Bahnfahrer sei der Standort links neben dem Ausgang deutlich besser zu erreichen und übersichtlicher. Ein weitere Vorteil aus Sicht der Taxifahrer: Durch die Nähe zu den Fahrradständern könnte dort dem ständigen Vandalismus besser vorgebeugt werden. Im weiteren Verlauf der Tour gab es am Bahnübergang einen weiteren Kritikpunkt. Wer den Übergang aus Richtung Kernstadt kommend in Richtung Lehnhof und ehemaligen Raiffeisengebäude überqueren will, muss auf dem Bahnübergang warten, wenn von oben von der Widdserburg Fahrzeuge herannahen. Ratsfrau Renate Barkhausen: "Diese lebensgefährliche Rechts-vor-Links-Regelung muss aufgehoben werden."

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