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Großangelegte Suchaktion mit Hubschrauber

Vermisste 75-Jährige unversehrt gefunden

Bad Münder. Glückliches Ende einer Vermisstensuche: Die Polizei hat am Dienstagmorgen die 75-jährige Frau gefunden, nach der seit Montagabend fieberhaft gesucht wurde. Der Seniorin ging es den Umständen entsprechend gut, sie war allerdings unterkühlt und wurde vorsorglich in ein Hamelner Krankenhaus eingeliefert.

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Die schwer an Demenz erkrankte Frau hatte die Abteilung der Senioreneinrichtung am Deisterhang, in der sie lebt, am Nachmittag oder frühen Abend unbemerkt verlassen. Gegen 16 Uhr war sie zuletzt gesehen worden, gegen 20.30 Uhr alarmierte ihre Tochter nach erfolgloser Suche des Personals der Senioreneinrichtung die Polizei und bat um Unterstützung. Einsatzkräfte aus Hameln und Bad Münder machten sich auf die Suche, unterstützt wurden sie auch von der Springer Polizei, da die Vermisste lange Zeit in der Nachbarstadt gelebt hatte.

Zur Unterstützung wurde ein Polizeihubschrauber aus Langenhagen angefordert, der mit Wärmebildkameras ausgestattete „Phönix“ kreiste über dem Deisterhang – doch auch mit modernster Technik entdeckten die Spezialisten die Vermisste nicht. „Bei dichtem Baumbewuchs stößt da auch die Technik an ihre Grenzen“, erklärte Eckard Wiegand-Behmannn, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes. Aus Holzminden unterstützte die Rettungshundestaffel der Johanniter die Polizisten bei der Suche, doch auch die Hunde fanden keine Spur der 75-Jährigen. Die Suche dauerte an, erst am Morgen konnten die Suchtrupps und Angehörige aufatmen: Die beiden münderschen Polizisten Achim Rust und Thomas Ende entdeckten die Frau, als sie sich im hohen Gras einer Wiese aufrichtete. Die Beamten hatten sich ein zwischen Nettelrede und der Senioreneinrichtung liegendes Gebiet noch einmal vorgenommen und waren dabei im Streifenwagen und zu Fuß unterwegs, als sie Luftlinie rund 200 Meter von der Senioreneinrichtung entfernt auf die demente 75-Jährige stießen. „Sie war orientierungslos und offenbar leicht unterkühlt, aber ansprechbar“, berichtet Wiegand-Behmannn.

Da der Fundort mit dem Rettungswagen nicht erreichbar war, trugen Polizisten und Rettungssanitäter die Frau bis zum Fahrzeug. Zur Untersuchung wurde sie in das Sana-Klinikum eingeliefert.

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