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SPD Scheie stellt Kandidaten für Kommunalwahl vor / Ziel: Mehrheit im Ortsrat

Verkehrssicherheit und Sanierung der Straßen haben absolute Priorität

Scheie (mig). "Klasse nicht Masse" war das Motto der Scheier SPD bei der Nominierung der Kandidaten für die Kommunalwahl. "Jetzt wo Heinrich Klöpper nicht mehr antritt, werden die Karten neu gemischt," erläuterte Jens Meier, der Vorsitzende des Ortsvereins, im Rahmen einer Pressekonferenz.

Joachim Kalbach kandidiert für den Ortsrat, Renate Hattendorf-St

Da der bei den Scheiern beliebte Heinrich Klöpper - bis 2001 SPD, jetzt parteilos - nicht mehr zur Wahl steht, rechnen sich die Sozialdemokraten gute Chancen aus. "Unser Ziel ist ganz klar die Mehrheit im Scheier Rat," betonte Meier, der nicht nur für den Ortsrat, sondern auch für Stadtrat und Kreistag kandidiert. Mit Renate Hattendorf-Strahler ganz oben auf der Liste hofft man den acht CDU-Konkurrenten die entscheidenden Stimmen abjagen zu können. "Frau Hattendorf-Strahler ist keine Quotenfrau," machte Ortsrat-Kandidat Joachim Kalbach deutlich, "sie hat bei der letzten Wahl nach Heinrich Klöpper die meisten Stimmen eingefahren." Die SPD-Spitzenkandidatin bewirbt sich außerdem um ein Mandat für den Stadtrat. Das Programm, mit dem die SPD in den Kommunal-Wahlkampf zieht, ist auf Abgrenzung zum politischen Mitbewerber angelegt. Man wirft der CDU vor, sich in den vergangenen Jahren nur um die Wirtschaftswege rund um Scheie gekümmert zu haben. "Wir brauchen aber keine Autobahnen für Bauern," brachte es Diplomingenieur Kalbach auf den Punkt. Bei der Straßen-Sanierung will die SPD deshalb einen anderen Kurs fahren. Vorrang hat ersteinmal die Instandsetzung der innerörtlichen Verkehrswege. Dringenden Handlungsbedarf sehen die Sozialdemokraten bei der Straße "An den Höfen." "Dort gibt es Schlaglöcher und Findlinge, die schlimmer als "Berliner Kissen" sind," so Kalbach. Auch "Am Nordhofe" und die Triftstraße sollen endlich runderneuert werden. Allerhöchste Priorität aber hat die Schulweg- und Verkehrssicherheit an der Hauptstraße. Dort fordert die SPD Querungshilfen am Ortseingang und Bürgersteige zu den Bushaltestellen. Angedacht sind auch Fahrbahnteiler, um die teilweise mit hoher Geschwindigkeit durch den Ort rasenden Autos zu bremsen. Kalbach: "Die Situation drängt vor allem wegen der Schulkinder, die direkt an der Straße entlanggehen müssen." Ein weiteres Thema ist die Ausweisung von Flächen für die Wohnbebauung. Die SPD-Gruppe möchte erreichen, dass "Im Rumor" in den Stadtentwicklungsplan aufgenommen wird. "Wir wollen hier kein Neubau-Ghetto und keine 450-Quadratmeter-Grundstücke," meinte Jens Meier. Naturschutz in der Bückeburger Niederung steht ebenfalls auf der Agenda für die Kommunalwahl. Die SPD unterstützt eine weitere Renaturierung, beziehungsweise einen Zukauf von Flächen als Ausgleich für neue Baugebiete. Einsetzen will sich das Wahl-Team zudem für eine neue Boulebahn und eine bessere Pflege der öffentlichen Grünflächen. "Es gibt einige hässliche Flächen in Scheie," erklärte Hattendorf-Strahler. Eine Aufstockung des Bauhofs soll Abhilfe schaffen.. Rats-Kandidat Jörg Harting: "Man kann beim Bauhof schließlich nicht alle Stellen zusammenstreichen und die Flächen werden immer mehr."

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