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Verkauf geplatzt: DRK bekommt Hallen in Bad Münder nicht

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Benedikt Dittrich Redakteur zur Autorenseite

Die Verträge sind nach Informationen unserer Zeitung zwar noch nicht unterschrieben, die Hallen aber bereits zum Kauf reserviert. Der Käufer, der das DRK ausgestochen hat, wollte sich noch nicht äußern.

Für 450 000 Euro wollte der Kreisverband die Lagerhallen kaufen, 150 000 Euro Unterstützung hatte auch der Landkreis schon zugesagt (wir berichteten). Die Räumlichkeiten sollten vor allem als Stellfläche für Einsatzfahrzeuge und Material für den Katastrophenschutz genutzt werden.

Das DRK fängt nun wieder von vorne an und sucht Lagerräume und Parkmöglichkeiten für den Einsatzzug im Stadtgebiet. Skorupski ist dabei ganz deutlich: „Wir wollen, wir brauchen eine Lösung.“ Die Einrichtungen des DRK in Bad Münder, alle zentral und unter einem Dach vereint – damit sei allen geholfen, ist sich Skorupski sicher.

Jetzt, in der Urlaubszeit, passiert aber zunächst nichts. „Wir suchen nach den Ferien wieder den Kontakt zum Landkreis und der Stadt Bad Münder“, so Skorupski. Ziel seien weiterhin Lagerräume im Stadtgebiet.

Das Rote Kreuz hatte sich für die Gebäude am Justus-von-Liebig-Weg interessiert, weil im Ortsgebiet Bad Münder Fahrzeuge und Material des Einsatzzuges bisher über mehrere Standorte verteilt sind. Teilweise werden dafür Garagen angemietet, teilweise sind Fahrzeuge sogar im Freien geparkt. Der Fuhrpark umfasst zwölf Fahrzeuge, fünf Anhänger und einen Feldkochherd sowie weiteres Material.

In den Gebäuden am Rande des Südfelds hätte all das zentral gelagert werden können, eine gute Anbindung zur Bundesstraße war ebenfalls vorhanden. Die Lagerhallen gehörten einer Metallbau-Firma, die im Frühjahr Insolvenz angemeldet hatte.

Der Landkreis Hameln-Pyrmont hatte den Zuschuss unter der Bedingung bewilligt, dass weitere Materialien für den Katastrophenschutz kostenfrei einlagert werden können. Der Kreistag hatte Ende September darüber abgestimmt, die Entscheidung fiel einstimmig für die Gebäude. Auch, weil es an Alternativen fehlt: Das DRK hat im Landkreis zwar einen weiteren Stützpunkt in Marienau, dort sind die Lagermöglichkeiten nach eigenen Angaben aber bereits ausgereizt.

„Wir sind weiterhin zuversichtlich, dass wir eine Lösung finden“, erklärte Skorupski gestern auf Anfrage. Konkrete Vorschläge, Ideen oder andere Gebäude, die in Bad Münder nun infrage kommen, konnte er zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber auch noch nicht nennen.

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