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Vorschläge zur Brunnengestaltung können bei der Verwaltung eingereicht werden / Dorferneuerung soll 2009 weitergehen

Vergessener Dorfbrunnenüberrascht die Deckberger

Deckbergen/Schaumburg (mld). Damit hatte Ortsbürgermeister Eckhard Hülm nicht gerechnet: Bei den Arbeiten zur Erneuerung des Deckberger Dorfkerns sind Bauarbeiter auf den alten Dorfbrunnen gestoßen. Gesichert wurde das sieben Meter tiefe Erdloch bereits - doch was letztendlich mit dem Dorfbrunnen passiert, ist noch nicht geklärt.

Dorferneuerung der anderen Art: Eckhard Hülm vor dem "wiedergefu

"Das Gerücht, dass es hier irgendwo einen Brunnen gab, ist schon länger umhergeschwirrt", kommentiert Eckhard Hülm den überraschenden Fund. Doch niemand wusste mehr, wo genau der lag - bis im Rahmen der Dorferneuerung die Straßen des alten Dorfkerns Am Thie, In der Gartenriede, Pastor-Spanuth-Straße und Westendorfer Straße neu gepflastert werden sollten und der alten Dorfbrunnen entdeckt wurde. "Wir hatten sowieso geplant, einen Brunnen zu mauern. Das müssen wir jetzt nicht mehr tun", lacht Eckhard Hülm. Von der Verwaltung wurde der Brunnen jetzt erst einmal mit festem Mauerwerk und einem Gitterrost gesichert - immerhin geht er sieben Meter in die Tiefe. Noch steht allerdings nicht fest, wie der Brunnen gestaltet wird: Soll er offen bleiben? Soll er mit einem Deckel verschlossen oder mit einem Spitzdach verziert werden? "Wir werden sehen, ob wir durch historische Unterlagen herausfinden können, wie der Brunnen früher aussah", erklärt Hülm. Vorschläge, wie der Brunnen gestaltet werden könnte, seien dennoch jederzeit willkommen. Sie können bei der Verwaltung oder beim Schaumburger Heimatverein eingereicht werden. Der Brunnen ist nicht das Einzige, das im Deckberger Dorfkern erneuert wird: Bereits im August wurde die Mauer am Kirchplatz komplett saniert und mit Obernkirchener Sandstein neu aufgemauert, die Stadtwerke haben hier die Stromleitungen unter die Erde verlegt, ein baufälliges Haus Am Thie wurde abgerissen. An seine Stelle kommen planmäßig drei Parkplätze sowie junge Bäume. Die Straßen bekommen einen neuen Belag aus roten Pflastersteinen, die für den Autoverkehr leiser sein sollen als der alte Asphalt. Im Rahmen dieser Dorferneuerung bekommt außerdem der Kindergarten einen neuen Vorbau, der als Empfang dienen soll. Von dort aus können alle Besucher ganz bequem in den einen oder den anderen Flügel des Kindergartens gelangen, ohne das ganze Haus durchqueren zu müssen. Zusätzlich bekommt der Kindergarten eine neue Feuertreppe. Auch dieSteintreppe zur Kirche wird komplett ersetzt. Ebenfalls im Rahmen der Dorferneuerung ist nun der Gehweg entlang der Ostendorfer Straße in Schaumburg fertiggestellt worden: Was Anfang August noch Böschung oder Gosse war, ist inzwischen ein etwa 300 Meter langer gepflasterter Weg, auf dem Grundschüler aus den oberen Teilen des Ortes gefahrlos in die Grundschule gehen können. "Spätestens Anfang Dezember werden alle Bauarbeiten abgeschlossen sein", verkündet Eckhard Hülm. Sie werden dann 300 000 Euro gekostet haben - die Hälfte der Investition werden von der EU gefördert, die andere Hälfte von der Stadt Rinteln bezahlt. "Das ist nur der erste Teil unserer Dorferneuerung", kündigt Eckhard Hülm an. Als nächstes sollen mit dem Hessenweg, der Dahlienstraße und der Brunnenstraße weitere Teile des Dorfkerns neu gepflastert werden. Diese Bauarbeiten sollen im nächsten Jahr beginnen, der Antrag dafür soll auf der nächsten Ortsratssitzung am 7. Oktober gestellt werden. "Und dann brauchen wir dafür noch die Genehmigung aus Hannover", so Hülm.

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