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Stadionbad in Hannover ist geschlossen / Keine Ausweichmöglichkeit

ver.di-Streik verhindert Bezirksmeisterschaft

Schwimmen (jp). Mit Empörung und Wut hat der Kreisschwimmverband Schaumburg auf die kurzfristige Absage der diesjährigen Bezirks- und Bezirksjahrgangsmeisterschaften reagiert. Dieser Wettkampf hätte eigentlich vom heutigen Sonnabend an zwei Tage lang im Stadionbad Hannover ausgetragen werden sollen. Doch da das Stadionbad seit Tagen von der Gewerkschaft ver.di unbefristet bestreikt wird und die Stadt Hannover das Bad seitdem stillgelegt hat, sah sich der Bezirksschwimmverband Hannover gezwungen, den Termin ersatzlos abzusagen.

Auch eine kurzfristige Verlegung ins Leistungszentrum erwies sich auf Grund von dort fest eingeplanten Veranstaltungen als unmöglich. Betroffen von der Absage sind 466 Aktive sowie Betreuer, Trainer und Kampfrichter. Ein Nachholtermin ist derzeit nicht in Sicht. Aus dem Schaumburger Bereich hatten sich vier Aktive aus Bückeburg, acht Aktive aus Bad Nenndorf und 13 Aktive aus Obernkirchen für die Bezirksmeisterschaften qualifiziert. Der Kreisschwimmverband äußerte sich verständnislos über diese Auswirkungen des ver.di-Streiks: "Noch nie waren so viele Schaumburger Schwimmer für die Bezirksmeisterschaften qualifiziert", erklärte der Vorsitzende Andreas Tölke. "Für viele Aktive stellen die Bezirksmeisterschaften den Höhepunkt im Wettkampfjahr dar. Insbesondere für jüngere Schwimmer und Kinder ist eine Absage eine Enttäuschung und überhaupt nicht vermittelbar." Durch die Absage fehlten vielen Aktiven die Qualifizierungsmöglichkeit für weiterführende Wettkämpfe, insbesondere für die Ende April stattfindenden Landesmeisterschaften. Es sei nicht hinnehmbar, Tarifauseinandersetzungen auf dem Rücken von Sportlern und Ehrenamtlichen im Sport auszutragen.

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