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Verdächtiger verstrickt sich in Widersprüche

Minden (mt). Die Ermittlung der Tötungsumstände des 22 Monate alten Christian S. erweist sich als schwierig. Bislang hat der mutmaßliche Täter keine Erklärung abgegeben, die mit den Obduktionsbefunden an der Kinderleiche übereinstimmen.

Am 15. April war die Tat hinter den Wänden eines Hauses an der Königstraße geschehen. Dort lebte bislang die 35-jährige Mutter des Kleinkindes zusammen mit zwei weiteren Töchtern und einem 24-jährigen polnischen Erntehelfer. Nachdem am Abend der Junge mit massiven Schädel-Hirnverletzungen in das Mindener Klinikum eingeliefert wurde, verhaftete die Polizei den Lebensgefährten als Tatverdächtigen noch im Krankenhaus. Seitdem sitzt er in Bielefeld-Brackwede in Untersuchungshaft ein. Das Kleinkind starb. In den vergangenen Tagen versuchten die Ermittler durch Zeugenbefragung und andere Indizien, ein Bildüber den Tatablauf zu gewinnen, um den 24-Jährigen mit dem Ergebnis zu konfrontieren. Mittlerweile wurden die Mutter des getöteten Kindes und auch der Tatverdächtige selbst befragt. Aber: "Die Obduktionsbefunde und die Schilderung des Beschuldigten stimmen nicht überein", meinte jetzt Klaus Metzler von der Staatsanwaltschaft Bielefeld. So stehe der Hergang der Gewalttat immer noch nicht zweifelsfrei fest. Bislang hatte die Staatsanwaltschaft lediglich erklärt, dass laut Ergebnis der Obduktion Christian S. durch stumpfe Gewalteinwirkung die Verletzungen erhalten hatte. Der Erntehelfer selbst erklärte nach seiner Festnahme, er habe das Kleinkind nur auf das Bett geworfen.

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