weather-image

Vater getötet - Sohn leidet unter Wahnvorstellungen

Bückeburg Religiöser Wahn könnte das Motiv eines Bückeburgers gewesen sein, der seinen Vater (81) mit 55 Messerstichen getötet haben soll. 

Wie der 57-Jährige gestern zum Prozessauftakt vor dem Schwurgericht erklärte, habe er das Opfer für „Satans Sohn" gehalten, sich selbst für „von Gott auserwählt". Als zwei Polizisten am Morgen des 11. Juni an der Tür klingeln, öffnet ein netter Herr, der vollkommen ruhig wirkt. Kurz zuvor hat eine Frau auf der Wache angerufen und berichtet, ihr Nachbar habe seinem Vater nach eigenem Bekunden die Kehle durchschnitten. In der Küche des Hauses an der Jetenburger Straße sitzen die Mutter (77) und ein Besucher, nichts deutet auf eine Bluttat hin. Als die Beamten nach dem Vater fragen, beschreibt der Verdächtige ihnen den Weg zum Schlafzimmer. Dort liegt der Tote blutüberströmt im Bett, Stiche haben die Halsschlagader zerfetzt. Den mutmaßlichen Täter nennt ein Notarzt „völlig emotionslos".

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare