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Aufregung in Egestorf: Radmuttern an Auto gelöst / Polizei ermittelt gegen Unbekannt

„Unglaubliche menschliche Niedertracht“

Egestorf/Bad Münder (mf). Egestorf kommt nicht zur Ruhe. Die Polizei Bad Münder ermittelt seit Montag wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Unbekannte haben am Auto der Lebensgefährtin von Schaafstall-Besitzer Ernst-Jürgen Kirchertz die Radmuttern gelöst.

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Wie die Geschädigte gegenüber der Polizei zu Protokoll gab, hatte sie ihren Wagen in der vergangenen Woche für längere Zeit in unmittelbarer Nähe des Schaafstalls geparkt. Als sie am Freitag in ihren Wagen gestiegen sei, um fortzufahren, habe sie plötzlich unerklärliche Geräusche vernommen.

Sicherheitshalber rief die 39-Jährige am Tag darauf den ADAC. Ein Mitarbeiter des Pannendienstes nahm den Wagen unter die Lupe und tippte auf eine defekte Lenkradwelle. Das Auto wurde daraufhin in eine Fachwerkstatt nach Hannover geschleppt und genauer untersucht. Das Ergebnis versetzte Kirchertz und dessen Lebensgefährtin einen gewaltigen Schock: Die Mechaniker hatten festgestellt, dass am linken Vorderrad alle vier Muttern vollständig gelöst worden waren. „Haben Sie Feinde?“, habe der Meister seine Lebensgefährtin spontan gefragt, berichtet Kirchertz. Ohne Zutun könne so etwas jedenfalls nicht passieren, bestätigte die Werkstatt auch gegenüber der Polizei, nachdem diese kurz darauf die Ermittlungen aufgenommen hatte. Kirchertz ist fassungslos, spricht von „einer unglaublichen menschlichen Niedertracht“.

Die Runde machenden Spekulationen, es könne womöglich einen Zusammenhang mit dem jüngsten Streit um Falschparker vor dem Schaafstall geben, weist die Polizei zurück. Dafür gebe es derzeit überhaupt keine Anhaltspunkte. „Wir ermitteln in alle Richtungen“, sagte eine Kommissariatssprecherin. „In diesem Zuge werden wir aber sicherlich auch die Beteiligten dort

befragen.“

Wie berichtet, gibt es derzeit heftigen Knatsch zwischen den Veranstaltern des Schaafstall-Kulturprogramms um Kirchertz und die Getour auf der einen Seite und Anwohnern auf der anderen, weil Konzertbesucher wiederholt teilweise auf dem Gehweg geparkt haben.

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