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Wie wirkt sich der Winter aus? Storchenvater Manfred Heidmeier: "Bin ein bisschen ratlos"

Ungewissheitüber das Petzer Storchenpaar

Petzen (bus). In Petzen herrscht unter den Storchenfreunden große Ungewissheit darüber, wie die beiden Störche mit den derzeit vorherrschenden Witterungsverhältnissen zurecht kommen. "Ich bin ein bisschen ratlos", sagte Manfred Heidmeier am Montag. Der "Storchenvater" sorgt sich besonders um den Nachwuchs der Adebare. "Falls es gar nicht anders geht, müssen wir den Domänen-Schornstein befeuern, damit die Familie es oben warm genug hat", meinte der nie um eine griffige Formulierung verlegene Ruheständler.

Zurzeit sind die Petzer Störche noch immer mit Nest- und Gefiede

Heidmeiers Sorge liegt nicht nur im kalten Wetter, sondern auch in der frühen Rückkehr des Paares begründet. Die Großsegler hatten ihr angestammtes Nest am 18. und 19. Februar erreicht. "Vier Wochen früher als im vergangenen Jahr", erläuterte der Experte, der seit vielen Jahren das Geschehen hoch über der früheren Domäne dokumentiert. Nach seinen Eindrücken ist mit dem Brutgeschäft noch nicht begonnen worden. Normalerweise lege das Weibchen etwa zehn Tage nach der Paarung die ersten Eier. Im Vorjahr hatte das Paar einen Jungstorch großgezogen, ein zweiter war Revierkämpfen zum Opfer und aus dem Horst gefallen. "Irgendwie tun sie mir ein bisschen leid", erklärte Heidmeier. "Vielleicht sollten wir ihnen Strümpfe stricken, damit sie keine kalten Füße bekommen."

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