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TUI-Arena versinkt im kollektiven Glückstaumel

Kaum einer Band gelingt es, ein solch euphorisches Live-Feeling zu vermitteln wie den Söhnen Mannheims. In den Texten des wohl größten Künstler-Kollektivs Deutschlands geht es um Liebe, Hoffnung, Toleranz und eine bessere Welt. Für das Überbringen des teilweise düster kritischen, aber auch gefühlvollen und hoffnungsvollen Liederguts der Multikulti-Truppe sind überwiegend die vier Sangesbrüder Tino Oac, Xavier Naidoo, Henning Wehland und Michael Klimas zuständig.

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Beim Opener „Barrikaden von Eden“ präsentiert sich die Band in schwarzen Smokings mit Fliege und Lackschuhen – ein Outfit, das eigentlich im krassen Widerspruch zur Gruppe steht. „Kraft ihres Amtes“ geht’s dann auch mit erhobenem, moralischem Zeigefinger durch ein gut durchdachtes politisch-orientiertes, teilweise auch gefühlvolles Gesamtkonzept. Das erste Drittel endet mit dem Titel „Wir“ – ein Aufruf, die Liebe in diesen Staat zurückzuholen, unser Land zurückzubekommen.

Ein „Amnesty International“-Trailer läutet den zweiten Teil des Konzertes ein, in dem sich die Söhne Mannheims in orangefarbenen Overalls präsentieren, die an das typische Guantanamo-Outfit erinnern. Mit „Freiheit“ präsentieren sie unter anderem einen Song, der aus dem aktuellen Album „Barrikaden von Eden“ ausgekoppelt wurde und Amnesty International gewidmet ist. Aus Anlass des 50-jährigen Bestehens der Menschenrechtsorganisation haben die Söhne Mannheims sogar eine Videoaktion mit Amnesty International durchgeführt. Zudem wurde beim Verlassen der Halle noch auf eine Spendenaktion der Organisation hingewiesen.

Doch das 14 Mann starke Kollektiv ruft nicht nur zum Spenden auf, sondern „spendet“ auch selbst, denn viele der 12 000 Konzertbesucher erhielten im Eingangbereich der TUI Arena eine Gratis-DVD des „IZON“-Tourkonzerts.

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Nach dem Motto „Das hat die Welt noch nicht gesehn“ drehen die Söhne ordentlich auf, beweisen, dass sie ihr Konzert auch musikalisch und gesanglich auf höchstem Niveau fahren. So brillieren insbesondere bei „Hier kommen die Söhne“ Andreas Bayless an der Gitarre und der Rapper Metaphysics.

„Und wenn ein Lied“ einmal Xaviers Lippen verlässt – ja, dann steigt der Geräuschpegel der Fans um ein Vielfaches. Naidoo ist Motor, Motivator und Antriebskraft der Söhne, doch er hält sich meist dezent im Hintergrund – möchte nur ein kleiner Baustein des Söhne Mannheims-Puzzle sein.

Die Nachspielzeit wird zum „Wettsingen“ in der TUI Arena, denn Songs wie „Und wenn ein Lied“ oder „Für Dich“ werden lautstark vom Publikum mitgesungen. Von uns, für euch – das Konzept der Söhne Mannheims ist einmal mehr voll aufgegangen.

Xavier Naidoo – Motivator, Motor und Antriebskraft der Söhne Mannheims bei „Barrikaden von Eden“

TUI Arena versinkt im kollektiven Glückstaumel

12 000 feiern die Söhne Mannheims – „Hannover, es ist schön, wieder hier zu sein“

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