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Tschüs, Rektorin - Anne Näfe geht nach Rinteln

Bad Nenndorf (rwe). Führungswechsel bei der Schule am Deister: Anne Näfe nimmt nach 14 Jahren als Rektorin ihren Hut und wechselt an die Pestalozzischule in Rinteln. Kommissarisch übernimmt der bisherige Stellvertreter Hans-Jürgen Lübker das Ruder. Verabschieden wollten sie ihre Rektorin eigentlich gar nicht - aber wenn es schon sein muss, dann mit viel Herzblut. Die Kollegen sangen ein Ständchen. Auf einem "Thron" sitzend lauschte Anne Näfe dem wehmütigen Text, ehe ein Blütenregen auf sie niederging und Kinder aus allen Klassen ihr eine Blume in die Hand drückten mit den besten Wünschen.

Anne Näfe

"Ich weiß nicht, ob ich es so verdient habe", sagte Näfe nach der 90-minütigen Feier in der Aula der Schule am Deister, bei der die Schüler für sie gerapt, getanzt und Theater gespielt hatten. Für sie schloss sich damit der Kreis, denn auch bei ihrem Amtsantritt 1992 hatten sie die Kollegen mit einemBlütenregen begrüßt. Wie viel sich getan hat an der Schule, sagen allein schon die Zahlen. Etwas mehr als 50 Schüler und 17 Lehrer waren es beim Amtsantritt, heute besuchen 147 Mädchen und Jungen die Schule für Lernbehinderte und geistige Entwicklung. 40 Lehrer und pädagogische Mitarbeiter gehören zum Kollegium. Und sie standen alle auf der Bühne. Denn nicht nur in der Quantität hat die Schule einen Sprung gemacht, sondern auch in der Qualität. Auf die inhaltliche Arbeit war zuvor Irmhild Knoche in ihrer Rede eingegangen. "Schulleben fördern und gestalten war immer ein Schwerpüunkt deiern Arbeit", sagte die Sprecherin der Steuerungsgruppe in Richtung Näfe. Das Schulfrühstück oder das monatliche Forum wurden feste Bestandteile, die dazu beitragen, dass sich Schüler und Lehrer wohlfühlen. Knoche hob die kluge und verständnisvolle Art der scheidenden Rektorin hervor. Diese habe es auf diese Weise geschafft, einen Konsens für neue Entwicklunge herbeizuführen und Widersprüche im Kollegium zu versöhnen. Viel Lob gab es auch von Seiten der Eltern. Näfe habe viele Dinge bewegt und immer ein offenes Ohr gehabt, meinte Sabine Kroymann-Knapp vom Schulelternrat. Sie hofft, "dass die Schule bleibt, was sie heute ist". Rosemarie Langhorst hob hervor, dass der Förderverein sie nur ungern gehen lasse. Es sei aber nicht Zeit für ein Wort des Abschieds, sondern für eines des Dankes. Näfe sei immer gern gesehen in den Sitzungen des Elternrates. Die Rektorin bedankte sich bei den Kollegen und den Schülern für die vielen Stunden geheimer Vorbereitung. Sie betonte in ihrer "Liebeserklärung" zwar, dass sie sich sehr wohlgefühlt habe in Bad Nenndorf.

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