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Im Landkreis geht die Quote von 12,8 auf 12,5 Prozent runter / Sorge um Ausbildungsplätze

Trotz Kälteperiode sinkt Arbeitslosenzahl

Landkreis (jl). Der kälteste März seit langem hat sich offenbar nicht zur großen Konjunkturbremse am heimischen Arbeitsmarkt entwickelt. Im vergangen Monat hat sich nach den gestern veröffentlichten Zahlen der Agentur für Arbeit in Hameln der Negativtrend der Vormonate umgekehrt. So ist die Arbeitslosenzahl im Kreis wieder unter die 10 000er Marke gesunken.

Obwohl der Winter weit in den März hinein Schnee und Frost geboten habe, sei die Arbeitslosenzahl im Gebiet der Agentur um 2,9 Prozent gesunken, heißt es in der gestrigen Pressemitteilung. So sei auch in den Außenberufen die Arbeit vereinzelt wieder aufgenommen worden. Besonders hebt die Agentur hervor, dass die Arbeitslosigkeit bei Menschen unter 25 Jahren durchschnittlich um 5,2 Prozent gesunken sei. "Der härteste Winter der vergangenen zehn Jahre hat Spuren auf dem Arbeitsmarkt hinterlassen. Dennoch ist die Zahl der Arbeitslosen im März gesunken. Das ist sicher saisonbedingt. Die verbesserte Stimmung in der Wirtschaft, die in vielen Konjunkturbefragungen deutlich wird, scheint aber auch im Weserbergland angekommen zu sein -wenn auch zögerlich. Ich hoffe, dass sich diese Entwicklung verfestigt und kräftiger auf den Arbeitsmarkt durchschlägt", fasst Ursula Rose, die Leiterin der Hamelner Agentur, die Entwicklung zusammen. Rose machte aber deutlich, dass die Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt weiter Sorgen bereite. Bisher seien 16 Prozent weniger Ausbildungsstellen gemeldet als im Vorjahr. "Ich bitte alle Unternehmen, ihre Ausbildungsmöglichkeiten auszuschöpfen und uns über Angebote zu informieren", appelliert sie. Im Kreis Schaumburg ist die absolute Arbeitslosenzahl von 10 180 auf 9896 gesunken. Das sind 924 Arbeitslose weniger als im März 2005. Positiv hat sich das Stellenangebot entwickelt: Mit 631 offenen Stellen liegt das Angebot sowohl über dem vom Februar als auch über dem vom März 2005 (46,1 Prozent) Der Bereich Rinteln hat prozentual den größten Ruck gemacht. Dort ist die Quote von 13,7 auf 13 Prozent gesunken und die absolute Arbeitslosenzahl um 135 auf 2550. In Rinteln ist das Stellenangebot allerdings nur geringfügig auf 195 gewachsen. Im Bereich Stadthagen ist die Arbeitslosenzahl um 159 auf 7336 gesunken. Die Quote liegt jetzt bei 12,3 Prozent. Die Zahl von 436 offenen Stellen liegt höher als im Februar.

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