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„Uta Bösche-Ritter hinterlässt tiefe Spuren ihres Wirkens“: Verabschiedung der Flegesser Pastorin

Trotz Abschiedsschmerz Wunsch respektieren

Flegessen (gho). Der Gemeindesaal im alten Pfarrhaus platzte fast aus seinen Nähten, als nach dem Gottesdienst Pastorin Uta Bösche-Ritter vom Kirchenvorstand und in Anwesenheit aller Vereinsvertreter und Amtskollegen verabschiedet wurde. „Wir geben unsere Pastorin nicht gern her. Es fällt uns schon schwer, denn wir gehen in eine ungewisse gemeindliche Zukunft“, sagte Kirchenvorsteher Gerhard Bartels.

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Tiefe Spuren habe Bösche-Ritter in den Jahren ihres Wirkens hinterlassen, so Bartels. Auf einer dieser Spuren sind die Besucher an diesem Tag schon gegangen – auf dem neu gestalteten Weg zur Kirche, vorbei am Kräuterbeet, das auch ihre Handschrift trägt. Weitere Spuren der Pastorin liegen sowohl innerhalb der Kirche – wie die Andachtsnische, der Raum unter der Empore – als auch im geistig-seelischen Bereich durch Vorträge, Besinnungsstunden, Fortbildungen, die musikalischen Gottesdienste, die Geschichten und Märchen sowie Berichte über Heilige. Wer erinnere sich nicht gerne an die „Blauen Stunden“, an die Hirtenfeuer, die Lucias?

Als Vertreter der Pfarrämter der Region Bad Münder hatten Bernd Petermann aus Nettelrede, Pastorin Nathalie Otte aus Bakede und Pastorin Frauke Kesper-Weinrich aus Hachmühlen zum Abschied einen Adventskranz für ihre scheidende Kollegin mitgebracht, „um sicher zu gehen, dass du den schönen Kranz aus der Kirche nicht mitnimmst in dein neues Zuhause“, wie Kesper-Weinrich schmunzelnd verlauten ließ.

Pfarrer Bernhard Baumert von Johannes-Baptist Bad Münder übergab ein Abschiedspräsent und gute Wünsche, Detlef Olejniczak als Ortsbürgermeister dankte namens aller Bürger, während Henning Schrader, Förderverein Altes Pfarrhaus, das große Engagement von Bösche-Ritter für die Immobilie hervorhob. Brunhilde Meyer von der Grundschule und Sonja Thöneböhn vom Gemischten Chor Klein Süntel fanden einfühlsame Dankesworte für die gute Zusammenarbeit. Alle waren sich einig, dass bei allem Abschiedsschmerz der Wunsch der Pastorin nach einem neuen Wirkungskreis, einer neuen Zukunft respektiert werde.

Das letzte Wort jedoch wollte sie noch haben, die liebevoll Verabschiedete: „Ich bin tief berührt und nehme alle guten Wünsche im Herzen mit.“

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