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Interview mit dem Spielertrainer des SV Nienstädt

Torben Brandt: "Neuanfang löst die alten Probleme!"

Fußball (ku). Vier Jahre ackerte der SV Nienstädt unter der Regie von Spielertrainer Torben Brandt in der Bezirksliga. Dabei spielten die Nienstädter immer im Konzert der Spitzenmannschaften mit, zur ersten Geige reichte es am Ende dann aber doch nicht. In diesem Jahr war Platz drei, das Sprungbrett zur unumstrittenen "Nummer Zwei" in Schaumburg. Nienstädt sicherte sich durch den 2:0-Erfolg im Relegationsmatch gegen die SG Diepholz den Platz in der Bezirksoberliga. Nach dem Aufstieg gab es im Nienstädter Schierbachstadion "Party-Pur", die Sause dauerte bis in die frühen Morgenstunden. Beim Katerfrühstück konnte SVN-Trainer Torben Brandt unserem Mitarbeiter Karl Uhle noch ein paar Fragen beantworten.

In Sektlaune: Torben Brandt freut sich auf das Abenteuer Bezirks

Der Aufstieg in die Bezirksoberliga hat natürlich zwei Seiten. Auf der einen Seite ist der sportliche Erfolg das Maß aller Dinge, auf der anderen Seite die derbyträchtige, neue Bezirksliga sicher aus Schaumburger Sicht nicht uninteressant? Nun haben wir so lange daran gearbeitet, hatten dabei natürlich unsere Höhen und Tiefen. Aber wenn dann das Ziel so zum greifen nahe ist, da muss man einfach zupacken. Ich denke, die neue Klasse ist eine Herausforderung für alle, nicht nur für die Spieler. Vielleicht ist es auch die Initialzündung, um die nötige Wende einzuleiten. Das klingt ja fast ein wenig resignierend? Wer mich kennt, weiß genau, dass ich immer die größtmögliche Perfektion anstrebe. Natürlich gab es in der letzten Runde eine Phase, in der ich mich selbst hinterfragt habe, Zweifel aufgekommen sind, ob wir auf dem richtigen Weg sind. Ich habe darüber auch intern mit der Mannschaft gesprochen. Aber jetzt stehen wir vor einem Neuanfang, da haben sich sicher einige der alten Probleme von selbst gelöst. Aber es sind auch neue dazugekommen? Ich würde da nicht von Problemen sprechen sondern von Herausforderungen. Und das gilt natürlich nicht nur für die aktiven Spieler. Es müssen auch im Verein Umstrukturierungen eingeleitet werden, klare Hierarchien geschaffen werden. Aber ich denke, im Augenblick ist erst mal die Zeit zum Feiern da. Und das wollen wir mit unseren Fans noch einmal am kommenden Sonntag im Schierbachstadion tun. Vor dem Aufstieg kursierten die wildesten Gerüchte über ein Auseinanderbrechen der Nienstädter Mannschaft, es war von einem kräftigen Aderlass zu hören. Hat sich das Thema mit dem sportlichen Erfolg erledigt? Richtig schlau ist man erst am Stichtag, dem 30. Juni, wenn alle Pässe da sind. Aber im Ernst, mir ist derzeit definitiv nicht ein einziger Wechsel eines unserer Spieler bekannt. Dazu werden wir die eine oder andere Neuverpflichtung haben. Sören Peters kommt vom FC Stadthagen, Marc-Philipp Drewes aus Hagenburg, Arthur Schneider von Union Stadthagen und Bastian Pawlik aus Sachsenhagen. Auch unser Torjäger Pedro Diaz-Garcia wird bleiben. Dazu werden wir versuchen noch seinen Bruder Ricardo aus Ricklingen zu holen. Aber, wie gesagt, erst am Stichtag wird abgerechnet.

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