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Todesfahrer aus Höxter wird doch Führerschein entzogen

Rinteln/Bückeburg. Der heute 20-jährige Höxteraner, der im September 2008 in Hohenrode einen Unfall mit zwei Toten und drei zum Teil schwer verletzten Personen verursacht hat, ist jetzt vom Landgericht Bückeburg zu 13 Monaten Jugendstrafe auf Bewährung verurteilt worden.

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Rinteln/Bückeburg. Der heute 20-jährige Höxteraner, der im September 2008 in Hohenrode einen Unfall mit zwei Toten und drei zum Teil schwer verletzten Personen verursacht hat, ist jetzt vom Landgericht Bückeburg zu 13 Monaten Jugendstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Außerdem wird ihm für sechs Monate der Führerschein entzogen und er muss eine Geldstrafe in Höhe von 1500 Euro an die "Stiftung Opferhilfe" Bückeburg zahlen.

Im September 2008 hatte der Höxteraner vier Berufsschüler von den Berufsbildenden Schulen Rinteln in seinem Auto mit ins 80 Kilometer entfernte Höxter nehmen wollen. Bei einem riskanten Überholmanöver kollidierte der Wagen des Verurteilten mit dem eines Freundes, sodass der Wagen des Verurteilten ins Schleudern geriet und gegen einen massiven Steinpfosten prallte. Eine 17-Jährige starb sofort, ein gleichaltriger Mitschüler vier Tage später im Krankenhaus.

Im August 2009 verursachte der Verurteilte einen weiteren Unfall, als er beim Überholen eines Lkw mit dem entgegenkommenden Auto einer Lehrerin zusammenprallte. Die Frau wurde schwer verletzt.

Im Dezember letzten Jahres ahndete das Rintelner Jugendschöffengericht den Unfall mit eine sechsmonatigen Jugendstrafe auf Bewährung und 40 Stunden gemeinnütziger Arbeit, entzog dem Höxteraner aber nicht die Fahrerlaubnis. Die Staatsanwaltschaft Bückeburg legte Berufung ein. Auch das Amtsgericht Höxter sowie das Landgericht Paderborn haben sich bereits mit dem Fall des Höxteraners beschäftigt. Mit dem jetzt gefällten Urteil ist die I. Große Jugendkammer des Landgerichts Bückeburg dem Antrag der Staatsanwaltschaft gefolgt.

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