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Deutscher Star-Trompeter mit „At The End Of The Day“ am 30. März in Hannover

Till Brönner jazzt sich mit Verve in den Pop

Hannover (jlg). Aus der Jazzszene sich hinaufzumusizieren zum Range eines Stars von Weltformat, das ist in Zeiten des Dauereinheitsradiogedudels ein Kraft- und Balanceakt zugleich. Till Brönner, deutscher Trompeter, hat diesen Kurs mit Bravour gemeistert. Nicht nur national, sondern international erkennen ihn feste Größen der Jazz- und Rockmusik als hervorragenden Musiker an. Und das erlaubt ihm Freiheiten, zum Beispiel die, auch ins Pop-Genre abzudriften. Muss ja nicht für ewig sein.

Till Brönner lotet mit seinem neuen Projekt seine musikalischen Grenzen aus.

„At The End Of The Day“ ist so ein Projekt. Jazz mischt sich mit populärer Musik, was Till Brönner nicht im Geringsten stört. Warum sollte es auch? Die Grenzen sind fließend zwischen den Genres, fließender, als sie es jemals waren. Am Mittwoch, 30. März, wird Brönner im Theater am Aegi in Hannover ab 20 Uhr sein großartiges Können unter Beweis stellen. Eintrittskarten dafür gibt es jetzt im Vorverkauf.

Es ist eine Frage, die Till Brönner durch seine Karriere begleitet: Wie interpretiert er den modernen Jazz? Was ist ihm musikalisch wichtig? Brönner schätzt den weiten Horizont, mit dem er, der hoch dekorierte Jazzer durch die Welt der Musik streift. Er treibt das experimentelle Spiel in seinem Aktionsradius genauso voran, wie er sich intensiv mit anderen Genres beschäftigt – ein wichtiger Aspekt für das neue Album „At The End Of The Day“, das Songs aus fünf Jahrzehnten Popgeschichte interpretiert. Und das zudem einen Ausflug zu Johann Sebastian Bach unternimmt.

Brönner ahnt, dass bei seinen Arrangements von den Beatles über Bowie bis hin zu den US-Rockern The Killers grundsätzliche Fragen auftauchen werden. Etwa: „Warum macht der das?“. Oder auch: „Darf der das überhaupt, so als vielfach ausgezeichneter Trompeter, der im Laufe seiner 25-jährigen Karriere vier Echos und eine Grammy-Nominierung erhielt, dessen Tonträger in der ganzen Welt schon mehr als eine Million mal verkauft wurden und der mit den Größten der Jazz- und Popwelt gearbeitet hat?“. Die Antwort lautet: Ja, der darf das. Bescheuerte Fragen stellen darf man ja anscheinend auch.

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